Argentinien Unbekannter Riesensaurier entdeckt

Seine Ausmaße sind gigantisch: 32 Meter misst das Skelett eines Dinosauriers, das Forscher in Argentinien entdeckt und jetzt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert haben.

Forscher haben in Argentinien das Skelett einer bislang unbekannten riesigen Dinosaurier-Art gefunden. Der 32 Meter lange Pflanzenfresser ist einer der größten Saurier, der je ausgegraben wurde, wie die Wissenschaftler erklärten. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um eine neue Spezies aus der Familie der Titanosaurier. Die Riesenechse, die vor rund 88 Millionen Jahren die Erde unter ihren Tatzen erbeben ließ, erhielt den zungenbrecherischen Namen Futalognkosaurus dukei. Der erste Teil des Namens leitet sich von dem Wort der Mapuche-Indianer für "Riese" ab, der zweite Bestandteil von dem Unternehmen Duke Energy Argentina, das die Ausgrabung finanziert hat.

Foscher glauben neue Spezies gefunden zu haben

Ausgegraben wurden bislang Hals-, Rücken- und Hüftknochen und der erste Schwanzwirbel. Und die Ausmaße der Echse sind wahrhaft gigantisch: Der Schwanz war vermutlich 15 Meter lang, und der Hals maß 17 Meter. Spuren am Skelett deuten darauf hin, dass der Gigant aus der späten Kreidezeit von Raubsauriern gejagt wurde und schließlich in einen Fluss stürzte. "Es ist einer der größten Saurier der Welt und einer der am vollständigsten erhaltenen", erklärte der argentinische Paläontologe Jorge Calvo, der den Fund jetzt in einer brasilianischen Fachzeitschrift beschrieben hat. Sein US-Kollege Peter Mackovicky, der nicht an der Ausgrabung beteiligt war, erklärte: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass es eine neue Spezies ist."

Gefunden wurde das Skelett am Barreales-See in der argentinischen Provinz Neuquen. Dieser Ort gilt als eine der ergiebigsten Fossilien-Fundstellen weltweit. In unmittelbarer Nähe des Futalognkosaurus fanden die Forscher versteinerte Blätter, die Hinweise über die Nahrung der Riesenechse geben, sowie Krallen und Teile eines Arms eines fleischfressenden Megaraptoren. "Es gibt nach meinem Wissen keinen anderen Platz auf der Erde, wo man auf derart engem Raum so große und verschiedenartige Fossilien findet", erklärte der Forscher Alexander Kellner vom Brasilianischen Nationalmuseum, ein Mitautor der Studie über den Fund. "Das ist wirklich einmalig." In Patagonien, Heimat des Futalognkosaurus dukei, lebten auch die beiden größten Dinosaurierarten, die man bisher kennt: der Argentinosaurus (35 Meter lang) und der Puertasaurus reuili (zwischen 35 und 40 Meter). "Die Dinosaurier im heutigen Nordamerika wurden zwar auch groß. Aber keiner reicht an die Ausmaße der Saurier in Südamerika heran", erklärte US-Forscher Machovicky.

Michael Astor/AP AP

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