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Fossil-Fund: Nicht nur die Saurier waren riesig – Fossil eines gigantischen Säugetiers entdeckt

Wie eine Mischung von Panzernashorn und Riesenschildkröte sah der Lisowicia Bojani aus. Der riesige Pflanzenfresser wog neun Tonnen und zeigt, dass vor 200 Millionen Jahren nicht nur die Saurier zum Gigantismus neigten.

Mehr Masse bedeutet auch mehr Schutz - Lisowicia bojani war so groß wie ein Elefant.

Mehr Masse bedeutet auch mehr Schutz - Lisowicia bojani war so groß wie ein Elefant.

In den Zeiten der Dinosaurier sind auch andere Tiere mächtig gewachsen. Das legt zumindest ein gefundenes Fossil nahe. Lisowicia Bojani lebte vor etwa 200 Millionen Jahren und brachte etwa neun Tonnen auf die Waage. Das mächtige Lisowicia bojani erinnert in seiner Gestalt an einen Kreuzung von Nashorn und Riesenschildkröte.

Das Besondere: Es handelt sich um ein Säugetier. Seine Größe wirft einige Annahmen über unsere frühen Verwandten über den Haufen. "Wer hätte gedacht, dass es riesige, elefantengroße Säugetier-Cousins gibt, die neben einigen der allerersten Dinosaurier leben", sagte Stephen Brusatte, von University of Edinburgh zu "Science".

Gängige Ansicht war es, dass die frühen Säugetiere klein und unscheinbar waren und neben den übermächtigen Sauriern nur kleine Nischen besetzen konnten, die sich vor der beherrschenden Spezies verstecken mussten. Das gefundene Fossil deutet dagegen darauf hin, dass der damalige Trend zur Größe auch die Säugetiere erfasste.

Die hinteren Läufe stehen fast aufrecht, die vorderen sind gebogen wie bei einer Eidechse.

Die hinteren Läufe stehen fast aufrecht, die vorderen sind gebogen wie bei einer Eidechse.

Groß wie ein Elefant

Lisowicia Bojani ist ein Pflanzenfresser aus der Familie der Dicynodonten. Es besaß zwei Stoßzähne und einen zahnlosen Schnabel zum Zerkleinern der Nahrung. Darin gleichen sie den heutigen Schildkröten. Dicynodonten sollen zu den ersten Wirbeltieren gehören, die Pflanzen essen konnten. Dabei entwickelten sie eine breite Palette von Erscheinungsformen. Manche wühlten sich unter die Erde, andere bewohnten Bäume. Exemplare von der Größe des Lisowicia Bojani waren zuvor nicht bekannt.

Tomasz Sulej, von der polnischen Akademie der Wissenschaften, entdeckte zusammen mit Jerzy Dzik und Grzegorz Niedźwiedzki das spektakuläre Fossil in einer Lehmgrube in der Gegend von Krakau. Die Grube ist ein ergiebiges Fundgebiet. In elf Jahren haben die Forscher mehr als 1000 Kochen gefunden.

Wegen der Größe hielten sie das Fossil zunächst für einen Saurier, dabei war Lisowicia Bojani vermutlich noch nicht einmal ausgewachsen. Die gängige Theorie für die Größe der Saurier besagt, dass mehr Größe Schutz vor Raubtieren bot. Das mag auch für Lisowicia Bojani gelten. In der Grube wurden auch die Überreste es eines fünf Meter großen Raubsauriers gefunden, in dessen Fäkalien wurden die Knochen kleinere Dicynodonten gefunden.  

Quelle: Science An elephant-sized Late Triassic synapsid with erect limbs

Kra
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.