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Atmosphäre: Schwächste Ozonschicht seit 17 Jahren

Im Jahr 2003 hatten die Wissenschaftler im bereits geglaubt, eine leichte Erholung der Ozonschicht ausgemacht zu haben. Doch die neuesten Werte machen jede Hoffnung auf baldige Besserung zunichte.

Die schützende Ozonschicht der Erde ist schwächer geworden. In 40 Kilometern Höhe registrierte der Deutsche Wetterdienst (DWD) 2004 die niedrigsten Werte seit Beginn der Beobachtungsreihe vor 17 Jahren. "Medienberichte über die beginnende Erholung der Ozonschicht waren wohl verfrüht", sagte DWD- Forschungsvorstand Gerhard Adrian am Mittwoch.

Die Verbesserung der Werte, die 2003 beobachtet worden waren, seien auf Einflüsse der Sonne und des Wettergeschehens zurückzuführen. Diese Faktoren sorgen nach Angaben der DWD-Experten stets für gewisse Schwankungen der Ozonkonzentration.

Als Trendwert hat der DWD eine Reduzierung der Ozonkonzentration um 7 Prozent pro Jahrzehnt ermittelt. Die Ozonschicht reicht nach DWD-Angaben bis in Höhen von 70 Kilometern und dient der Erde als eine Art Sonnenbrille, weil sie vor ultravioletten Strahlen schützt.

An den Meteorologischen Observatorien Hohenpeissenberg südwestlich von München und Lindenberg östlich von Berlin misst der Wetterdienst seit 1987 die Konzentration von Ozon in 40 Kilometern Höhe. Dieser Bereich reagiere besonders empfindlich auf ozonzerstörende Stoffe wie die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Deshalb komme dieser Schicht eine Art Frühwarnfunktion zu.

DPA

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