HOME

Gefährlicher als FCKW: Lachgas ist Ozon-Killer Nummer eins

US-Wissenschaftler haben ausgerechnet, dass Lachgas momentan mehr zum Ozonabbau beiträgt als jeder andere Stoff. Gelänge es den Ausstoß dieses Treibgases einzudämmen, könnte nicht nur die Ozonschicht, sondern auch das Klima profitieren.

Lachgas ist gegenwärtig die gefährlichste Substanz für die Ozonschicht - schädlicher noch als die gefährlichen Flourchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Dies schreiben US-Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Science".

Um die Auswirkungen des Lachgases mit der chemischen Bezeichnung Distickstoffmonoxid auf die Ozonschicht zu untersuchen, benutzten die Forscher der US-Meeresforschungsbehörde "National Oceanic and Atmospheric Administration" (NOAA) das etablierte Klimamodell ihrer Kollegen Rolando Garcia und Susan Salomon. Das erschreckende Ergebnis: Die Substanz zerstört die Ozonschicht in ähnlichem Maße wie die Fluorchlorkohlenwasserstoffe, deren Schädlichkeit allgemein bekannt ist. Allein der Mensch hat demnach den Ausstoß von mehr als zehn Millionen Tonnen Lachgas pro Jahr zu verantworten - bei den FCKW betrug dieser Wert zu Spitzenzeiten gerade einmal eine Million Tonnen.

Lachgas entsteht auch auf natürlichem Wege

Lachgas entsteht bei Verbrennungs- und anderen industriellen Prozessen, wird aber auch bei der Abwasser-Behandlung und durch die intensive Nutzung von Bodendünger freigesetzt. Mediziner verwenden Lachgas als Narkosemittel, in der Lebensmittelindustrie wird es beispielsweise als Treib- und Lockerungsmittel bei Schlagsahne eingesetzt. Problematisch: Anders als die bekannten FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) hat das Distickstoffmonoxid aber auch natürliche Ursprungsquellen. Es entsteht zum Beispiel, wenn organische Materialien verfaulen.

Lebensdauer von 150 Jahren

"Die dramatische Reduktion der FCKW-Emissionen ist sehr erfreulich. Der von Menschen verursachte Ausstoß von Distickstoffmonoxid ist allerdings nicht weniger beunruhigend", sagt der Studienleiter A.R. Ravishankara. Die Wissenschaftler fordern, die Lachgas-Emissionen einzudämmen und deren Gefahr Ernst zu nehmen - ansonsten könnte es im gesamten 21. Jahrhundert die größte ozonschädliche Substanz werden. Bislang ist das Lachgas - anders als die schädlichen FCKW - nicht im "Montreal-Protokoll" aufgelistet. In diesem Umweltabkommen haben sich viele Staaten dazu verpflichtet, Maßnahmen zum Schutze des Ozonlochs zu treffen. Seit 1994 werden in Deutschland so beispielsweise keine FCKW mehr hergestellt.

Lachgas verwandelt sich in der Stratosphäre in 15 bis 50 Kilometern Höhe zum Stickstoffmonoxid. Dieses Molekül trägt wesentlich zum Abbau des Ozons bei, das sich aus Sauerstoff in Zusammenspiel mit der ultravioletten Strahlung der Sonne bildet. Lachgas hat in der Atmosphäre eine Lebensdauer von 150 Jahren. Die natürliche Ozonschicht bietet Mensch und Umwelt Schutz, da sie die schädliche kurzwellige UV-Strahlung der Sonne abfängt. Über der Antarktis gibt es bereits ein riesiges Ozonloch.

Treibhausgas treibt auch den Klimawandel voran

Doch das Lachgas schädigt nicht nur das Ozonloch, schreiben die Forscher. Als Treibhausgas trage es zudem auch zum Klimawandel bei. Eine Begrenzung des Lachgas-Ausstoßes sei somit doppelt sinnvoll: Dies könne dazu beitragen, die Ozonschicht zu reparieren und den Klimawandel zu verlangsamen. Möglich sei dies, wenn beispielsweise Düngemittel effektiver eingesetzt würden. Zudem müsse verhindert werden, dass bei chemischen Prozessen Lachgas entsteht, fordern die Wissenschaftler.

DPA / CK / DPA
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.