Giftige Schlange in Mülheim Eine Monokelkobra auf der Flucht


Wie das Jungtier entfleuchen konnte, weiß niemand. Fakt ist aber: Die Monokelkobra, ihres Zeichens hochgiftig, hat ihr heimisches Terrarium in Mülheim an der Ruhr verlassen. Jetzt suchen die Behörden nach der Schlange - bislang erfolglos. Für den Besitzer kann das teuer werden.

Die Behörden in Mülheim an der Ruhr fahnden weiter mit großem Aufwand nach einer entflohenen hochgiftigen Schlange. "Wir haben die Kobra leider noch nicht gefunden", sagte ein Stadtsprecher am Freitag. Das nur 30 Zentimeter lange und etwa fingerdicke Jungtier war seinem Besitzer in der Nacht zum Donnerstag abhanden gekommen. Anscheinend hatte es sich irgendwo in dessen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus verkrochen.

Bei der vergeblichen Suche nach der Monokelkobra (Naja kaouthia) hatten Feuerwehrleute am Donnerstag deren gesamte Inneneinrichtung entfernt und sogar die Bodendielen herausgerissen. Der Besitzer muss damit rechnen, für den Einsatz und sämtliche Schäden aufzukommen. Für den Ernstfall hatten die Helfer ein Gegengift parat. "Ohne Behandlung ist der Biss der Schlange in wenigen Stunden tödlich", so der Feuerwehrsprecher. Die Tiere verfügen über ein sehr starkes Nervengift.

Am Freitag sei das gesamte Gebäude zusammen mit einem Reptilienexperten der Feuerwehr noch einmal begangen worden, sagte der Stadtsprecher. Auch dabei sei die Schlange aber nicht gefunden worden. Das Haus sei mittlerweile versiegelt. Die Bewohner hätten die Nacht ohnehin bereits bei Bekannten verbracht.

Monokelkobras leben in Süd- und Südostasien und werden im Schnitt etwa 1,5 Meter lang.

AFP/DPA DPA

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