Keine Entwarnung Zwei Killervirus-Proben verschwunden


Einige der Proben mit tödlichen Grippeviren, die ein US-Labor in alle Welt verschickt hat, sind möglicherweise verloren gegangen. Die Forschungsinstitute in Mexiko und im Libanon haben die Proben nie erhalten.

Die weltweit verschickten Proben tödlicher Grippe-Viren sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen zum Großteil vernichtet worden. Zwei Drittel der Proben seien zerstört worden, teilte die WHO in Genf mit. Zwei Sendungen, die für Mexiko und den Libanon bestimmt gewesen seien, werden allerdings noch vermisst. Der Erregertyp H2N2 war seit September 2004 an fast 5.000 Forschungslabore in 18 Staaten verschickt worden.´

Die Forschungsinstitute in Mexiko und im Libanon hätten die Sendungen nie erhalten, sagte Stöhr. Möglicherweise seien die Proben nicht auf den Postweg gebracht werden. Die WHO habe Ermittlungen gefordert. Die Proben waren im Auftrag des Kollegs Amerikanischer Pathologen (CAP) vom Unternehmen Meridian Bioscience in Cincinnati verschickt worden.

Alle Proben in Deutschland vernichtet

Deutschland habe die Zerstörung aller Viren in seinen sechs betroffenen Laboren gemeldet. 290 Labore konnten bisher nicht erreicht werden. "Wir sind besorgt, aber wir haben das Risiko deutlich reduziert", sagte der Leiter des WHO-Influenzaprogramms, Klaus Stöhr.

Auch neun weitere Länder hätten bestätigt, die Proben mittlerweile zerstört zu haben, teilte Stöhr mit. Dabei handele es sich um Belgien, Hongkong, Singapur, Kanada, Chile, Frankreich, Italien, Südkorea und Taiwan. Die Labore in den übrigen fünf Staaten - Japan, Israel, Saudi-Arabien, Brasilien und Bermuda - seien ebenfalls aufgefordert worden, die Proben zu vernichten.

DPA DPA

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