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KLIMAFORSCHUNG: Ozean – unbekannte Welt

Wissenschaftler des Kieler Instituts für Meereskunde holen derzeit Meßinstrumente ein, um zu erforschen, wie der Transport des Tiefenwassers in den Tropen von Norden nach Süden auf Umweltveränderungen reagiert.

Umweltschützer warnen vor dem Aussterben seltener Tier- und Pflanzenarten. Vor allem Koalas seien vom Aussterben bedroht warnte das Climate Action Network Australia (CANA), ein Netzwerk von rund 20 australischen Umweltgruppen Anfang Februar.

Wissenschaftler des Kieler Instituts für Meereskunde sind derzeit im Rahmen des Forschungsprojektes MOVE zu Gast auf dem französischen Forschungsschiff »L?Atalante«. Am 23. Januar legte das Schiff unter der wissenschaftlichen Leitung der Kieler Meeresforscher von der französischen Karibikinsel Guadeloupe ab, um die Tiefenwasserströmung zwischen der Insel und dem Atlantischen Rücken zu untersuchen. Dazu werden Sonden, die vor einem Jahr in 5000m Tiefe abgesenkt worden sind, geborgen, ausgewertet und zusammen mit weiteren Meßinstrumenten wieder ausgesetzt. Am 9. Februar wird das Schiff voraussichtlich wieder in den Hafen von Guadeloupe, Point-a-Pirte, einlaufen.

Ziel ist es zu erforschen, wie der Transport des Tiefenwassers in den Tropen von Norden nach Süden auf Umweltveränderungen reagiert. Die Deutschen Wissenschaftler leisten hiermit einen Beitrag zur Klimaforschung und zum Aufbau eines Beobachtungsnetzes im Ozean. Das Forschungsprojekt »MOVE« ist Teil des internationalen Klima-Verbundprojektes »CLIVAR«. Finanziert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Der Meeresboden ist größtenteils noch unbekanntes Terrain. Die Weltmeere zu erforschen wird die große Aufgabe der Wissenschaftler im dritten Jahrtausend sein, da das »Welt-Klima-System« ohne die genaue Kenntnis des Gesamtsystems Ozean-Land nicht zu verstehen ist.

Über die Website zum Forschungsprojekt »MOVE« kann jeder an der Expedition teilnehmen. Täglich werden via Satellit aktuelle Berichte und Fotos von Bord übermittelt. Weiterhin können Fragen an alle Teilnehmer, zu denen auch Studenten der Meeresphysik zählen, zu ihren Arbeiten und dem Forschungsprojekt gestellt werden.

Nigel Treblin