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Kluge Baumeister: Ameisen nutzen Pilzgeflecht als Gerüst

Eine südamerikanische Ameise konstruiert ihre Bauten nach einem ausgeklügelten Prinzip: Sie züchtet gezielt verschiedene Pilzarten. Diese wachsen zusammen und verstärken die Gänge - ähnlich wie ein Stahlgerüst bei Gebäuden.

Azteca brevis ist eine Ameisenart, die in den tropischen Regionen Südamerikas lebt. Sie baut komplexe Gangsysteme, die aus gewölbten Tunneln aus schwarzem, krustigem Material zusammengesetzt sind. Die Azteca Ameisen wohnen in Hohlräumen, die in den jungen Zweigen durch Markdegeneration entstehen. Diese Hohlräume in den Ästen werden von den Ameisen sukzessive verbunden, indem sie das verbleibende Mark aushöhlen. In den Gängen gibt es Löcher, die groß genug sind, damit die Arbeiterameisen hindurchlaufen können. Veronika Mayer und Hermann Voglmayr von der Universität Wien haben jetzt herausgefunden, wie die Insekten diese Durchgänge stabilisieren.

Die beiden Wissenschaftler konnten zeigen, dass die Wände in den Gängen mit Hilfe von Pilzzellen verstärkt sind. Die Pilze wachsen auf organischem Material wie Rinde oder Pflanzenhaaren und bilden stabile, kartonartige Strukturen, die von den Ameisen als Baumaterial verwendet werden. Wie die Forscher entdeckten, achten die Arbeiterameisen auch darauf, dass ihnen das Bauwerk nicht über den Kopf wächst. Sie pflegen ihren Bau und halten die Pilzzellen davon ab, ihre Eingänge zu überwuchern.

Dickwandig, dunkel gefärbt und schwer zu verdauen

Die Pilze würden dabei ausschließlich als Baumaterial gezüchtet und nicht als Nahrung, schreiben die im Fachmagazin "Proceedings of the Royal Society B". Aus der Form der Pilzzellen gehe bereits hervor, dass diese als Nahrung nicht geeignet seien, denn die Zellen seien dickwandig, dunkel gefärbt und schwierig zu verdauen.

Bereits in früheren Studien hatten Wissenschaftler gezeigt, dass Ameisen die fadenförmigen Zellen von Pilzen in ihrem Bau wachsen lassen und damit die Gänge verstärken, ähnlich wie Stahlgeflechte Gebäude stützen. Bei all diesen Wechselbeziehungen waren jedoch niemals mehr als zwei Pilzarten beteiligt. Mayer und Voglmayr zeigen nun zum ersten Mal, dass eine einzelne Ameisenart mehr als fünf Pilzarten gleichzeitig als Baumaterial benutzt. Die beiden Wissenschaftler vermuten nun, dass dies weiter verbreitet sein könnte als bisher angenommen.

DDP / DDP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.