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Nach dem Hochwasser: Mückenplage bleibt noch Wochen

Nach den Fluten kommen die Mücken. An Oder, Elbe und Donau wird sich die Zahl der stechenden Plagegeister immens erhöhen, denn die überfluteten Gebiete werden bei Sonne und Wärme zu Mücken-Brutkästen.

Die aufkommende Mückenplage wird den Menschen in den vom Hochwasser betroffenen Regionen Deutschlands noch Wochen zu schaffen machen. "Erst zwei bis drei Wochen, nachdem die Überflutungsgebiete wieder trocken sind, wird dort auch die Zahl der Mücken langsam zurückgehen", sagte der Insektenexperte Prof. Burkhard Schricker von der Freien Universität Berlin.

"Derzeit ist das Wasser aber schön warm und nährstoffreich, so dass die Mückenweibchen massenhaft Eier ablegen, die sich schnell entwickeln", so der Biologe. Nach spätestens 14 Tagen schlüpfen neue #link;htthttp://www.stern.de/wissen/natur/muecken-90403116t.html;Mücken,# die sich wiederum prompt fortpflanzen - Vermehrung nach dem Schneeballprinzip. Hinzu komme: In den weitflächigen Überflutungsgebieten haben die Mückenlarven keinerlei Fressfeinde, wie etwa Libellen.

Neben den normalen Stechmücken, von denen es in Deutschland rund 50 Arten gibt, verbreiten sich derzeit auch die den Mücken ähnlichen Gnitzen, die normalerweise verstärkt an der Oder vorkommen. "Wegen eines Giftes in ihrem Speichel sind ihre Stiche wesentlich unangenehmer", sagt Schricker. Nach dem Abtrocknen der Überflutungsflächen werde jedoch auch das Gnitzen-Problem wieder zurückgehen.

Der Asiatischen Tigermücke wird es schnell zu kalt

Eine Gefahr für die Ausbreitung exotischer Stechinsekten - etwa der Asiatischen Tigermücke, die unter anderem das Dengue-Fieber überträgt - sieht Schricker durch das Hochwasser jedoch nicht gegeben. "Dazu braucht es länger anhaltende klimatische Veränderungen. Bisher überleben bei uns nur Einzeltiere ein bis zwei Generationen lang. Aber spätestens im Winter wird es ihnen zu kalt."

In einigen Gebieten Deutschlands, etwa am Oberrhein, versucht man, Mücken frühzeitig zu bekämpfen: In den bekannten Hochwassergebieten am Rhein wird in den Überschwemmungszonen eine Eiweißmischung per Hubschrauber oder vom Boden aus verspritzt.

Fressen die Mückenlarven dieses von einem Darmbakterium produzierte Eiweiß, sterben sie. "Für den großflächigen Einsatz in den aktuellen Überschwemmungsgebieten kommt dieses Mittel aber nicht in Betracht", sagt Biologe Schricker. Zum einen sei das Ausbringen sehr aufwendig, zum anderen sterben natürlich auch andere Insekten, die das Darmbakterium verzehrten.

anb/DPA / DPA
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