Ornithologie Häufiger Partnerwechsel lohnt sich für Blaumeisen


Normalerweise leben Blaumeisen in monoganen Beziehungen. Aber manchmal paaren sich die Weibchen mit anderen Männchen, um die Erbanlagen des Nachwuchses fit zu halten.

Weibliche Blaumeisen, die häufig den Partner wechseln, haben gesündere und erfolgreichere Nachkommen. Dies könnte Forschern zufolge die Promiskuität weiblicher Vögel erklären. Die Wissenschaftler von der Max-Planck-Forschungsstelle für Ornithologie in Starnberg stellen ihre Studie in "Nature" vor. Normalerweise leben die Vögel in monogamen Beziehungen, gelegentlich paaren sich die Weibchen aber auch mit anderen Männchen.

Den Wissenschaftlern zufolge sind jene Nachkommen mit womöglich höherwertigen Erbanlagen ausgestattet, die nicht vom eigentlichen Lebenspartner stammen. Der "außereheliche" Nachwuchs sei überlebensfähiger und habe selbst mehr Nachkommen als die "ehelichen" Halbgeschwister, berichtet das Team um Bart Kempenaers. Die Biologen untersuchten im Verlauf von vier Jahren 2000 Blaumeisen (Parus caeruleus), die im Wienerwald in Österreich brüteten.


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