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SPORT: Hightech im alten Griechenland

Schon die alten Griechen haben technische Hilfsmittel im Sport benutzt, um bessere Leistungen zu erbringen. Aus Stein oder Blei gefertigte Gewichte kamen zum ersten Mal bei der Olympiade im Jahre 708 vor Christus zum Einsatz.

Schon die alten Griechen haben technische Hilfsmittel im Sport benutzt, um bessere Leistungen zu erbringen. Aus Stein oder Blei gefertigten Gewichte, optisch heutigen Hanteln sehr ähnlich, kamen nach Erkenntnis von Forschern aus Großbritannien zum ersten Mal bei der Olympiade im Jahre 708 vor Christus zum Einsatz. Die Weitspringer konnten damals durch geschicktes Schwingen dieser Gewichte einen drei Meter weiten Satz um bis zu 17 Zentimeter verlängern. Das berichten Alberto Minetti und Luca Ardigó von der Manchester Metropolitan University im britischen Wissenschaftsjournal »Nature« (Bd. 420, S. 141).

Die Athleten der Antike schwangen demnach die Gewichte beim Absprung und in der ersten Flugphase nach vorne und ließen sie erst kurz vor der Landung schwungvoll nach hinten schnellen. Wie das Forscherteam mittels Computersimulationen errechnete, erreichten die Sportler die größte Weite auf diese Weise mit einer jeweils drei Kilogramm schweren Hantel in jeder Hand. Den Berechnungen zufolge wogen die technischen Hilfsmittel zwischen zwei und neun Kilogramm. Diese Berechnung deckt sich gut mit archäologischen Fundstücken, die zwischen einem und 4,5 Kilogramm wiegen.

Nach Meinung der Forscher könnten die altertümlichen Hanteln die frühesten passiven Werkzeuge sein, die sich die Sportlerwelt ersann, um die menschliche Bewegungsfähigkeit zu steigern. Auf die Tricks der griechischen Athleten stießen Minetti und Ardigó, als sie dem Verwendungszweck archäologischer Fundstücke nachspürten.

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