Steve Irwin Der "Crocodile Hunter" ist tot


Ob Krokodile, Schlangen oder Spinnen - der australische Dokumentarfilmer Steve Irwin war bekannt für seine spektakulären Begegnungen mit gefährlichen Tieren. Dann wurde ihm ein Unterwasser-Bewohner zum Verhängnis.

Der durch spektakuläre Begegnungen mit gefährlichen Tieren bekannt gewordene australische Dokumentarfilmer Steve Irwin, genannt "Crocodile Hunter", ist durch einen Stachelrochen ums Leben gekommen. Der Fisch stach den 44-Jährigen in die Brust, als dieser vor Australiens Nordostküste einen Unterwasser-Film drehte. Der Polizei zufolge starb Irwin noch vor Eintreffen der Ärzte. Die Familie sei über den Tod unterrichtet worden. Irwin hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Herzstillstand nach Stich

Weltweit bekannt wurde er vor allem durch seine Serie "Crocodile Hunter". Auch das deutsche Fernsehen zeigte die Sendung, in der Irwin sich gefährlichen Tieren wie Klapperschlangen oder Krokodilen auf freier Wildbahn häufig ohne Schutz näherte. Die Serie wurde nach heftiger Kritik eingestellt, weil Irwin mit seinem Sohn bei Dreharbeiten in der Antarktis Wale, Robben und Pinguine zu sehr gestört haben soll.

Australien hat mit einer live im Fernsehen übertragenen Trauerfeier Abschied von Steve Irwin genommen. Gut zwei Wochen nach dem tödlichen Stich durch einen Stachelrochen erwiesen etwa 5000 Anhänger dem beliebten Dokumentarfilmer in dessen "Crocoseum" die letzte Ehre. Millionen Fernsehzuschauer verfolgten die Zeremonie live in Australien, Asien und den USA. Neben Familienmitgliedern vor Ort priesen auch Hollywood-Stars wie Russell Crowe, Kevin Costner und Cameron Diaz in Videobotschaften den Toten als Vorbild und Helden.

"Die Tiere haben ihren besten Freund verloren"

"Bitte trauert nicht um Steve, er ruht nun in Frieden", sagte Vater Bob während der Trauerfeier. "Aber ich möchte, dass ihr für die Tiere trauert, die ihren besten Freund verloren haben, den sie je hatten - und den ich je hatte." Auf der Bühne sang ein Chor in khakifarbener Safari-Kleidung, daneben schlummerte ein Koala in einem Gummibaum.

Unter anhaltendem Applaus betrat die achtjährige Tochter Bindi die Bühne des "Crocoseum" und richtete sich an die Trauergemeinde: "Mein Vater war mein Held. Er war immer für mich da, wenn ich ihn gebraucht habe." Zusammen hätten sie Filme gedreht, Krokodile gefangen und Zeit in der Wildnis verbracht. "Ich möchte bedrohten Tierarten helfen, genauso wie er es getan hat." Bindi sagte, sie wisse, "dass Papa eine wichtige Arbeit getan hat - er wollte die Welt ändern, damit jeder wilde Tiere liebt wie er."

tk mit Reuters

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