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Umwelt-Schmähpreis: Dinosaurier des Jahres geht an Einwegverpacker

Einwegflaschen und Dosen verschwenden Rohstoffe und heizen das Klima an. So vergibt der Naturschutzbund seinen diesjährigen Umwelt-Dinosaurier an ein Bündnis für Einwegverpackungen.

Verbrauchern würden nur wenige umweltfreundliche Verpackungsalternativen geboten, beklagt der Naturschutzbund. Die Wahl für den diesjährigen Preisträger des Umwelt-Dinosauriers fiel daher nicht allzu schwer.

Verbrauchern würden nur wenige umweltfreundliche Verpackungsalternativen geboten, beklagt der Naturschutzbund. Die Wahl für den diesjährigen Preisträger des Umwelt-Dinosauriers fiel daher nicht allzu schwer.

Der Umwelt-Dinosaurier 2013 des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) geht in diesem Jahr an ein Bündnis für Einwegverpackungen. Die Negativ-Auszeichnung wird dem Geschäftsführer des im Herbst gegründeten Bundes Getränkeverpackungen der Zukunft (BGVZ) zuerkannt, teilte der Nabu in Berlin mit. In dem Verband haben sich Getränke- und Verpackungshersteller und einige Handelsketten zusammengeschlossen.

Schon der Name sei dreist, sagte Nabu-Präsident Olaf Tschimpke: "Hier geht es nicht um Getränkeverpackungen der Zukunft, sondern um knallharte wirtschaftliche Interessen auf Kosten der Umwelt." Einwegflaschen und Dosen verschwendeten Rohstoffe und heizten das Klima an. Auch sei es unseriös, wenn Verbraucher aufgrund fehlender Alternativen im Regal nicht mehr zwischen umweltfreundlicher und umweltschädlicher Verpackung wählen könnten und die Kaufentscheidung dann als Zuspruch zur Verpackung umgedeutet werde.

Nabu fordert Getränkeverpackungssteuer

Der Nabu forderte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) auf, in ihrer Amtszeit eine Getränkeverpackungssteuer einzuführen, um den Anteil von Einwegplastikflaschen und Dosen deutlich zu verringern.

Der Naturschutzbund vergibt den "Umwelt-Dinosaurier" seit 1993 jährlich an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich seiner Ansicht nach beim Umweltschutz negativ hervorgetan haben. Die 2,6 Kilogramm schwere Zinn-Nachbildung einer Riesenechse war zuletzt der damaligen Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) und den Kreuzfahrtunternehmen Aida und Tui Cruises verliehen worden.

kgi/DPA / DPA