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Walfang: Kein Sonderrecht für Japan

Auch die Berufung auf die alte Walfang-Tradition hat nichts genützt: Der Antrag Japans, in einigen Küstenstrichen den Walfang zu erlauben, wurde nun von der zuständigen Kommission abgelehnt. In anderen Ländern dürfen die Einwohner aber Jagd auf Wale machen.

Die Internationale Walfangkommission (IWC) hat zum Abschluss ihrer Jahrestagung in Anchorage, Alaska, in einer Resolution das Verbot des kommerziellen Walfangs bestätigt. Mit Blick auf die in Amsterdam statt findende Artenschutzkonferenz wurde betont, dass auch der Handel mit Walfleisch und anderen Teilen der Wale weiter verboten sei.

In einer weiteren Abstimmung scheiterte Japan wieder mit seinem Antrag, begrenzte Walfangrechte für vier Küstengemeinden zu bekommen. Diese Genehmigung für den Fang von Zwergwalen sollte sich an einer Ausnahmeregelung orientieren, die den Inuit in Alaska zuvor gewährt worden war. Der japanische Delegationsleiter Joji Morishita sagte, in den vier Gemeinden sei der Walfang seit hunderten von Jahren Tradition: "Es ist Teil ihres Lebens." Japan konnte sich aber nicht durchsetzen. Kritiker verwiesen darauf, dass das Land schon jedes Jahr 1000 Wale im Rahmen seines Forschungsprogramms tötet. Das Fleisch der Tiere wird dann verkauft.

Begrenzte Fangrechte

Wie den Ureinwohnern in Alaska gewährte die IWC auch den Bewohnern von Grönland begrenzte Fangrechte. Dort dürfen 200 Zwergwale gefangen und auch Finnwale und Grönlandwale gejagt werden. Der Antrag, auch Buckelwale in die Genehmigung einzubeziehen, scheiterte aber.

Das Walfang-Moratorium zum Verbot des kommerziellen Walfangs besteht seit 1986. Norwegen und Island erkennen das Verbot aber nicht an und betreiben einen kommerziellen Walfang.

AP / AP