WWF-Bericht Umweltkrise schlimmer als Finanzkrise

Der Menschheit droht eine globale Umweltkrise: Wie an den Finanzmärkten werde auch bei der Umwelt nicht über langfristige Auswirkungen nachgedacht, warnt der WWF. Die Naturschutzorganisation legte eine Liste vor, welche Länder die Umwelt am stärksten belasten.

Die Erde steuert nach Einschätzung der Umweltorganisation World Wildlife Fund (WWF) auf eine ökologische Katastrophe zu, deren Auswirkungen die der Finanzkrise weit in den Schatten stellen. Der WWF warnte in einem am Mittwoch in Genf veröffentlichten Bericht, die Menschheit verbrauche zu viel natürliche Ressourcen. "Wenn unsere Anforderungen an unsere Erde so weiter wachsen, bräuchten wir in den 2030er Jahren zwei Planeten, um unseren Lebensstil zu halten", sagte WWF-Generaldirektor James Leape.

Die Zoologische Gesellschaft in London erklärte, wie an den Finanzmärkten werde auch ökologisch nicht über die längerfristigen Konsequenzen des Handelns nachgedacht. "Die Folgen einer globalen ökologischen Krise wären noch gravierender als die der Wirtschaftskrise", warnte der Biologe Jonathan Loh.

Den pro Kopf größten Verbrauch natürlicher Ressourcen stellte der WWF in den USA und Australien fest, gefolgt von den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und Dänemark. Am geringsten sei er in Bangladesch, Kongo, Haiti und Afghanistan. In Europa blieben nur Länder außerhalb der Europäischen Union im Rahmen dessen, was sich an Ressourcen erneuern kann.

Reuters Reuters

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