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Nuklearforschung Japaner planen Kernschmelze


Drei Jahre nach Fukushima wollen japanische Wissenschaftler einen kontrollierten Störfall provozieren. Die Forscher erhoffen sich dadurch neue Erkenntnisse über Nuklearkatastrophen.

Mit einer kontrollierten Kernschmelze wollen japanische Wissenschaftler mehr über schwere Atomunglücke erfahren. Das Störfall-Experiment soll in einer Kernforschungsanlage in Ibaraki nördlich von Tokio stattfinden. Mit dem Versuch wolle die japanische Atomenergiebehörde herausfinden, wie Kernschmelzen genau ablaufen und wie künftig auf derartige Katastrophen reagiert werden könne, sagte ein Sprecher.

Das Projekt soll im neuen Haushaltsjahr starten, das in Japan im April beginnt. Es wäre die erste kontrollierte Kernschmelze in Japan. In Ländern wie den USA oder Frankreich gab es bereits ähnliche Experimente.

Fukushima nicht Thema der Untersuchung

Im März 2011 war im Atomkraftwerk Fukushima infolge eines Erdbebens und eines Tsunamis das Kühlsystem ausgefallen, in mehreren Reaktoren kam es zur Kernschmelze. Es war das schwerste Atomunglück seit dem Unfall von Tschernobyl im Jahr 1986. Das Unglück in Fukushima will die Behörde bei der geplanten Störfall-Simulation aber nicht untersuchen, wie der Sprecher betonte.

car/AFP AFP

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