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Stiftung Warentest - Kaminöfen und Pelletöfen: Nur wenige feuern gut

Die Tage werden kürzer und kühler. Und der Winter kann lang werden. Ein Ofen bringt Behaglichkeit und gemütliche Wärme.

Pelletöfen schnitten u.a. in puncto Energieeffizienz, Umwelteigenschaften und Bedienungsfreundlichkeit besser ab als klassische Kaminöfen

Pelletöfen schnitten u.a. in puncto Energieeffizienz, Umwelteigenschaften und Bedienungsfreundlichkeit besser ab als klassische Kaminöfen

Holz zu verheizen ist oft sehr teuer, weil schlechte Öfen viel Wärme zum Schornstein hinaus heizen. Außerdem ist es bei der Verbrennung zwar klimaschonend, erzeugt aber eine recht hohe Luftbelastung, denn es setzt mehr Staub, Kohlenmonoxid und unverbrannte Kohlenwasserstoffe frei als andere Brennstoffe. Dennoch konnte die Stiftung Warentest sich im Test von 19 Öfen verschiedener Systeme für zwei von zwölf klassischen Kaminöfen erwärmen: Sie erzielten das test-Qualitätsurteil "gut". Zwei weitere aus dieser Kategorie waren "mangelhaft", zwei "ausreichend", der Rest kam über ein "Befriedigend" nicht hinaus. Deutlich besser schnitten die Pelletöfen ab - zwei von ihnen sogar mit einer Eins vor dem Komma.

Der moderne Ofen kommt anders daher als die offenen Feuerplätze von früher. Heute schützt eine Tür Raumluft und Feuer, ohne dass sie jedoch Wärme oder Knistern zu stark reduziert. Im Test wurden zwölf Kaminöfen untersucht, die mit Holzscheiten heizen, zwei Öfen, die sich für den automatischen Betrieb mit Holzpellets eignen, drei Pelletöfen, die als Teil eines Heizsystems Wasser erwärmen können und zwei Kaminöfen, die mit Stückholz befeuert werden und ebenfalls Wasser in einem Speicher erwärmen können.

Pelletöfen mit Warmwasserspeicher besonders effizient

Als besonders effizient entpuppten sich die Pelletöfen, die an einen Warmwasserspeicher angeschlossen werden können. Der Calimax Twist 06 für 8.850 Euro und die 800 Euro günstigere Baugleichheit Westfeuer Pueblo Aqua bekamen wie auch der Wodtke BM ivo.tec water+ jeweils die Note "Gut". Deutlich billiger waren die Pelletöfen ohne Wasseranschluss. Auch sie zeigten im Test gute Qualität, wie zum Beispiel der Rika Como für 3.700 Euro. Für 2.480 Euro gibt es eine preiswertere und ebenfalls gute Alternative, den Haas+Sohn Pelletto 417.08. Untersucht wurden Energieeffizienz, Umwelteigenschaften, Bedienungsfreundlichkeit, Sicherheit sowie Verarbeitung und Robustheit.

Trotz ausgeklügelter Technik gibt es beim Feuermachen in den eigenen vier Wänden einiges zu beachten, schreibt die November-Ausgabe von test: Holz mit mehr als 20 Prozent Feuchte hat deutlich geringeren Heizwert und erzeugt beim Verbrennen viel schlechtere Abgaswerte - keine Freude für die Nachbarn. Wegen großer Gesundheitsgefahr ebenso tabu ist das Verkokeln von behandeltem Holz oder gar Abfallmaterialien. Wer sich an die Regeln hält, das Feuer beobachtet und die Wärme weitestgehend über die aufgelegte Holzmenge regelt, wird viel Freude an seinem Feuerchen haben und kann auch langen kalten Winterabenden sicher eine Menge abgewinnen.

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