Schweinefleisch Heute fettarm - aber mit wenig Eisen


Schweinefleisch-Fans haben es nicht leicht: Ihre Leib- und Magenspeise ist als Fettfalle und Cholesterinbombe verpönt. "Aber es enthält viel Eisen!", konnten sie bisher dagegenhalten. Eine Studie zeigt nun, dass das nicht mehr stimmt.

Schweinefleisch enthält laut einer Studie meist weniger Eisen und andere Spurenelemente als in Nährwerttabellen angegeben. Zu diesem Ergebnis kommt das Forschungsinstitut für die Biologie landwirtschaftlicher Nutztiere (FBN) in Dummerstorf bei Rostock in einer Studie. Die Tabellen, nach denen sich auch Ernährungstipps für Verbraucher richten, beruhten auf 15 Jahre alten Daten. Inzwischen seien die Tiere Verbraucherwünschen entsprechend durch Zucht immer magerer geworden, wodurch sich auch die Fleischzusammensetzung geändert habe.

Auch Zink- und Selen-Werte liegen niedriger

Der Eisengehalt bei den untersuchten 80 Schweinen typischer deutscher Rassen lag demnach um zwei Drittel unter den Werten in den Nährwerttabellen. Bei Zink und Selen seien es 40 Prozent weniger gewesen. Lediglich bei Kupfer stimme der Wert noch. Die Ursachen für diese Entwicklungen sollen nach Angaben des Instituts nun erforscht werden. Zudem werde eine entsprechende Studie bei Rindern erstellt.

Die bisherigen Ergebnisse könnten einen großen Einfluss auf die Ernährung haben: Fleisch trägt laut FBN bis zu einem Drittel zur Eisenversorgung der Bevölkerung bei. Hauptlieferanten von Selen in der menschlichen Ernährung sind ebenfalls Fleisch, Fisch und Hühnereier. Das Institut empfiehlt daher eine schnelle Übernahme der neuen Daten in die Nährwerttabellen.

DPA DPA

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