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Russland : Mann stolpert – unter ihm liegt ein 40.000 Jahre alter Wolfskopf

In Sibirien wurde ein 40.000 Jahre alter Wolfskopf entdeckt. Der Schädel ist nicht nur äußerst gut erhalten, sondern mit 40 Zentimetern auch abnormal lang. Forscher sind begeistert. 

Wer den Schädel sieht, kann erahnen, wie groß das Tier selbst einmal gewesen sein muss. Der Russe Pavel Efimov ist im vergangenen Sommer am Flussufer des Tirekhtyakh-Flusses in Jakutien, Russland, über einen 40 Zentimeter langen Wolfsschädel gestolpert. 

Die Bilder wurden jetzt in der "Siberian Times" veröffentlicht. Das Erstaunliche ist aber nicht nur die Größe des Schädels, sondern auch das Alter: Der Kopf ist Forschern zufolge 40.000 Jahre alt und dennoch äußerst gut erhalten. Selbst das Wolfsfell ist beinahe ohne kahle Stellen. Die perfekte Verwahrung hat die Natur ermöglicht: Der Wolfskopf war 40.000 Jahre lang am Fluss eingefroren. 

Forscher: "Einzigartige Entdeckung" 

"Das ist eine einzigartige Entdeckung eines ausgewachsenen Pleistozänwolfes mit erhaltenem Gewebe", sagte Albert Protopopov, Paläontologe an der Republic of Sakha Academy of Sciences der "Siberian Times". 

Der 800 Gramm schwere Wolfsschädel soll nun der Forschung dienen. Anhand des Kopfes wollen die Forscher die Entwicklung der Spezies rekonstruieren. Vor allem sind Wölfe offensichtlich geschrumpft. Denn heutige Tiere werden nur etwa 66 bis 86 Zentimeter lang. Das könnte also bedeuten, dass der Urzeitwolf etwa doppelt so groß war.

Quelle: "Siberian Times" 

ame
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