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USA: Salmonellen-Gefahr bei Tomaten

In den USA haben Supermärkte und Restaurants bestimmte Tomatensorten aus ihren Angeboten genommen. Der Grund: Bisher haben sich 145 Menschen mit Salmonellen infiziert, nachdem sie Tomaten gegessen hatten.

Restaurants und Supermärkte in den USA haben wegen Salmonellen-Gefahr rohe Tomaten von ihren Speisekarten und aus ihren Warenregalen verbannt. Seit Mitte April infizierten sich mindestens 145 Menschen in mehreren Bundesstaaten mit den Bakterien, nachdem sie Tomaten gegessen hatten, wie die "Washington Post" berichtete. Es habe aber keine Todesopfer gegeben.

Die Warnung der US-Gesundheitsbehörde FDA gilt für Roma-, Fleisch- und pflaumenförmige Tomaten. Rispen-, Kirsch- und Cocktailtomaten stufte die FDA dagegen als unbedenklich ein. Salmonellen, die meistens auf tierischen Produkten vorkommen, können auch durch Wasser übertragen werden. Auf die Tomaten gelangten sie vermutlich beim Wässern der Pflanzen oder später beim Waschen der Früchte.

Seit 1990 ist es in den USA zu mindestens 13 Ausbrüchen der Salmonellen-Krankheit durch Tomaten gekommen, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf Verbraucherschützer. Im jüngsten Fall sei es zuerst im Bundesstaat New Mexico gekommen.

Um die Lebensmittel-Sicherheit zu erhöhen, will die US-Regierung den Haushalt der FDA nächstes Jahr um 250 Millionen Dollar (160 Millionen Euro) anheben. Einen entsprechenden Antrag habe die Regierung dem Kongress unterbreitet, schreibt die "New York Times". Mit dem Geld soll die Gesundheitsbehörde Büros in China, Indien und Zentralamerika eröffnen und 490 zusätzliche Kontrolleure einstellen.

DPA / DPA