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Weltrecyclingtag Wie ein neuer Kinderfilm mir Gewissheit gab: Deckel dürfen mit in den Altglascontainer! Puh!

Sehen Sie im Video den Aufklärungsfilm von "Mülltrennung wirkt", einer Initiative der dualen Systeme in Deutschland, mit Tobias Krell.
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Am 18. März ist Weltrecyclingtag, ein Datum, das uns daran erinnern soll, dass wir zum Erhalt der Erde und ihrer Ressourcen etwas tun müssen. Nicht nur für uns, sondern auch für die nachfolgenden Generationen. Die Initiative "Mülltrennung wirkt" drehte mit KiKa-Aufklärer Tobias Krell einen Film, der auch Erwachsenen hilft.

Nach all den Jahren sind viele von uns inzwischen schon ganz gut im Recycling, das hat sich besonders im Jahr der Corona-Pandemie gezeigt: Die Altglas- und Altpapiercontainer waren stets so voll, dass sich schon Berge an Müll daneben angesammelt haben ... Bis die Stadtreinigung erkannt hat, dass etwas passieren muss. So war es jedenfalls in meinem Viertel. Die Anzahl der Altpapier- und Altglascontainer wurde aufgestockt und sogar mit Altkleidungs- und Elektroschrott-Containern erweitert, der Müll wird deutlich öfter abgeholt. Das ewige Zu-Hause-Sein hat bei vielen von uns dazu geführt, dass wir ausgemistet, aufgeräumt und renoviert haben – und zwar so richtig.

Tobias Krell
Tobias Krell, bekannt als Checker Tobi aus der gleichnamigen TV-Sendung im Kinderkanal
© Hans-Florian Hopfner

Doch so sehr wir uns schon um richtige Mülltrennung und -entsorgung bemühen, manche Dinge verunsichern uns noch immer. Das war und ist zum Beispiel beim Altglas immer gut zu erkennen. Viele Menschen schrauben vor dem Einwerfen ihrer Flaschen und Behälter zum Beispiel die Verschlüsse ab. Sie wollen verhindern, dass die meist nicht ganz ausgeleerten Gefäße beim Transport in der Tasche auslaufen, also machen sie es vor Ort – und legen die Deckel dann oben auf den Container. In puncto Mülltrennung ist das eine "unsaubere Lösung" und, wie sich herausstellt, gut gemeint, aber nicht unbedingt gut gemacht. 

Tobi Krell fragt nach, und siehe da: Deckel dürfen mit ins Altglas!

Ich gebe zu, es ärgert mich, wenn Dinge auf oder rund um Container entsorgt werden. Es passt für mein Verständnis nicht zusammen: Müll trennen zu wollen, die Arbeit mit dem eigenen aber der Stadtreinigung zu überlassen. Ich selbst habe meine Schraubverschlüsse immer auf den Glasgefäßen gelassen, war mir aber auch nicht sicher, ob das so richtig ist. UND JETZT HAT MIR TOBI KRELL WAS BEIGEBRACHT! Mit seinem Film, der sich in erster Linie an Kinder und deren Familien richtet. Als Erwachsene sehe ich KiKa eigentlich nicht und bin Tobi sehr dankbar, dass ich mir nun trotzdem sicher sein kann: Die Deckel werden in der Abfallsortieranlage mit Magneten vom Altglas getrennt. Man kann sie auf Bolognese-Gläsern ebenso drauflassen wie auf Weinflaschen. Dann entsorgen Maschinen sie und sie machen Müllmännern nicht noch zusätzliche Arbeit.

Dürfen kaputte oder ausgediente Glühbirnen in den Glasmüll?

Die Initiative "Mülltrennung wirkt" hat neben dem überzeugenden und lehrreichen Film mit Tobi Krell auch ein paar interessante Fakten zusammengetragen:

Tipps für die richtige Mülltrennung

Recycling braucht richtige Mülltrennung – und zwar schon bei uns zu Hause. Aber was genau gehört in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack? Axel Subklew von der Initiative "Mülltrennung wirkt" gibt Tipps:

  • Die Grundregel lautet: In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören ausschließlich gebrauchte und restentleerte Verpackungen, die nicht aus Papier, Pappe, Karton oder Glas sind. Wenn man sich das merkt, kann eigentlich kaum noch was schiefgehen bei der Mülltrennung.
  • Tipp 1: Deckel ab!
    Deckel und Verschlüsse, die aus anderen Materialien bestehen als die Verpackung selbst, gehören in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Wichtig ist jedoch, dass sie getrennt vom anderen Teil der Verpackung hineingeworfen werden. Nur wenn die einzelnen Bestandteile einer Verpackung, die aus verschiedenen Stoffen bestehen, getrennt voneinander richtig entsorgt werden, können sie auch recycelt werden. Der Aluminiumdeckel des Joghurtbechers sollte also vom Kunststoffteil abgelöst werden, bevor beides in der Gelben Tonne oder im Gelben Sack gesammelt wird. Die Papierummantelung der Joghurtbecher gehört ins Altpapier.
  • Tipp 2: Die Gelbe Tonne mag nicht nur Plastik
    Nicht nur Flaschen, Becher oder Tüten aus Kunststoff gehören in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne, sondern genauso Verpackungen aus anderen Materialien wie Aluminiumschalen von Fertiggerichten, Getränkekartons aus Verbundmaterialien oder Dosen aus Weißblech. Das gilt auch für leere Arzneimittelblister. Verpackungen aus den folgenden Materialien gehören übrigens nicht in den Gelben Sack/die Gelbe Tonne: Papier, Pappe, Karton und Glas – hierfür gibt es Altpapier- und Glascontainer.
  • Tipp 3: Leer ist mehr
    Bevor Verpackungen in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack entsorgt werden, sollten sie restentleert sein. Ein Ausspülen ist jedoch nicht nötig. Lebensmittelreste in den gelben Sammelbehältnissen behindern den Sortierprozess erheblich und machen das Recycling der Verpackungen damit häufig unmöglich. So gehen dem Wertstoffkreislauf wertvolle Materialien verloren.

Noch eine kleine Anmerkung: Das mit den Deckeln gilt zwar für Altglas. Bei Plastikverpackungen etc. für den Gelben Sack sollte man den Deckel aber abmachen und, falls vorhanden, die Papp-Banderole ins Altpapier entsorgen.

Macht schlau: "Mülltrennung wirkt"


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