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Zweifelhafte Ehre: Thilo Sarrazin ist der peinlichste Berliner

Durch seine streitbaren Äußerungen ist der ehemalige Berliner Finanzsenator in ganz Deutschland bekannt geworden. Seine Heimatstadt würdigte Thilo Sarrazin nun mit einem besonderen Preis: Er wurde zum peinlichsten Berliner 2009 gewählt.

Der frühere Berliner Finanzsenator und heutige Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin ist in diesem Jahr auf Platz eins der Hitliste der "100 peinlichsten Berliner" gelandet. "Sarrazin offenbarte mit seiner Interviewtirade einmal mehr nicht nur seinen enormen elitären Dünkel. Er demonstriert auch, wie verzerrt sein Bild von Einwanderern ist", heißt es in der jüngsten Ausgabe des Stadtmagazins "Tip", das die Liste erstellte.

Eine Chance auf Aufnahme in die Top 100 hat nach Angaben des Magazins, wer "Fehlentscheidungen trifft, Unsinn erzählt, sich verrechnet oder hässliche Vorurteile schürt". Der Topplatzierte des vergangenen Jahres, Mario Barth, sei in diesem Jahr "außer Konkurrenz" gelaufen.

Auf Platz zwei hat es die Berliner S-Bahn in Gestalt des Geschäftsführers Ulrich Thon geschafft. "Es fährt ein Zug nach Nirgendwo sangen Schlagerfreunde noch bis Mitte diesen Jahres. Seither heißt es für S-Bahn-Kunden nur noch: Nirgendwo fährt mehr ein Zug", steht dazu in dem Heft. Auf Platz drei werden die "Autoabfackler" angeprangert, gefolgt von Michael Preetz von Hertha BSC. "Als Goalgetter war Preetz beliebt und erfolgreich. Im Nadelstreifen hört man vom Hertha-Manager nur Durchhalteparolen."

DPA / DPA
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