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Zwischenfall in Schleswig-Holstein: Soldat feuerte auf Flugzeug statt auf Drohne

"Knapp vorbei" bedeutete in diesem Fall "Glück im Unglück". Ein Soldat zielte mit einer Flugabwehrrakete auf ein Flugzeug - und nicht wie vorgesehen auf eine Drohne.

Bei einer Schießübung der Bundeswehr in Ostholstein ist es zu einer gefährlichen Panne gekommen. Ein Soldat feuerte mit einer Stinger-Flugabwehrrakete statt auf eine dafür vorgesehene Drohne auf ein bemanntes Übungsflugzeug.

Bei dem Zwischenfall im Mai 2011 auf dem Truppenübungsplatz Putlos verfehlte das Geschoss aber das zivile Flugzeug, das im Auftrag der Bundeswehr sogenannte Schleppziele zog. Schleppziele sind Säcke, die mit Seilen von bis zu sechs Kilometern Länge an bemannten Flugzeugen befestigt werden. Auf diese Säcke schießen die Soldaten zu Übungszecken mit Flugabwehrgeschützen. Zu der Zielverwechslung kam es, weil der Schütze noch vor dem offiziellen Beginn der Übung den Feuerbefehl von seinem Unteroffizier erhielt.

Zwar flog das Flugzeug auf der benachbarten Schießbahn, geriet aber dennoch ins Visier der mit einer selbstständigen Zielsuche ausgestatteten Stinger.

Das Geschoss, das über einen Infrarotstrahl gesteuert wird und mit zweifacher Schallgeschwindigkeit fliegt, hat eine Trefferquote von 80 Prozent. Es verfehlte jedoch - glücklicherweise - das anivisierte Ziel und schlug in einem Waldgebiet ein. Die damit befasste Staatsanwaltschaft Lübeck bestätigte am Samstag den Vorfall, über den zuerst die "Lübecker Nachrichten" berichteten.

Verfahren eingestellt, Schuldfrage ungeklärt

Der damals diensthabende Feldwebel, der nach internen Untersuchungen der Bundeswehr den Feuerbefehl gegeben hatte, musste sich am Freitag vor dem Oldenburger Amtsgericht wegen gefährlichen Eingriffs in den Flugverkehr verantworten. Das Gericht stellte das Verfahren aber auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen Zahlung einer Geldbuße ein. Die Schuldfrage war nach über zwei Jahren nicht mehr zu klären, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte. Allerdings rügten die Richter die internen Untersuchungen der Bundeswehr; denn die leitete ausgerechnet der Major, der für die gesamte Übung verantwortlich gewesen war.

Strittig ist zwar weiterhin, ob der Feldwebel die alleinige Verantwortung trägt. Jedoch rechnet die Staatsanwaltschaft nicht damit, dass nach dem abgeschlossenen Verfahren noch weitere Personen strafrechtlich verfolgt werden. Gegen den Feldwebel hat die Bundeswehr nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Das Verteidigungsministerium äußerte sich unter Verweis auf die Strafverfolgungsbehörden nicht näher.

swd/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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