Amtsverständnis Schröder steht fest an Putins Seite


Echte Männerfreundschaften lassen sich durch nichts erschüttern. So offenbar auch im Fall Gerhard Schröder und Wladimir Putin. Der Ex-Kanzler bezeichnete Putin erneut als "lupenreinen Demokraten".

Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin erneut vor Kritik an dessen Demokratieverständnis in Schutz genommen. Er sehe keinen Grund, seine früher gemachte Charakterisierung Putins als einen "lupenreinen Demokraten" zurückzunehmen, sagte der Ex-Kanzker in Wien.

"Präsident Wladimir Putins historische Leistung ist es, den Staat als Voraussetzung für Demokratie überhaupt wiederhergestellt zu haben", so Schröder anlässlich der Vorstellung seines neuen Buches.

Er erwarte auch nicht, dass Russland vom Weg zur Demokratie zu einem autoritären Staat abdrifte. Russland befinde sich in einem Prozess der Demokratisierung und die jetzige russische Regierung wolle diese Demokratisierung auch. Schröder: "Dass das mit Schwierigkeiten verbunden ist - das weiß man doch."

Zum Fall des mit Polonium 210 vergifteten russischen Ex-Agenten Alexander Litwinenko wollte Schröder nicht Stellung nehmen. Er wundere sich aber über "die Bereitschaft, Urteile zu fällen ohne Fakten zu kennen", sagte er.

DPA DPA

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