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Sotschi: Die ganze Pressekonferenz zum Nachlesen

Finden Kanzlerin Merkel und Kremlchef Putin in Sotschi eine gemeinsame Sprache? In Deutschland gibt es Rufe nach einer Annäherung mit Moskau. Die Aussagen der Pressekonferenz im Überblick.

Wladmir Putin empfängt Angela Merkel: Gibt es eine Annäherung?

Wladmir Putin empfängt Angela Merkel: Gibt es eine Annäherung?

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach eigenen Worten keine Angst, dass Russland den deutschen Wahlkampf beeinflussen könnte. Sie gehöre "nicht zu den ängstlichen Menschen" und gehe "selbstbewusst davon aus, dass wir unter uns Deutschen den Wahlkampf unbeschadet machen können", sagte Merkel am Dienstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Sotschi. 

Wenn es "grobe Fehlinformationen" gebe, werde man "natürlich entschieden vorgehen", sagte die Kanzlerin. Sie verwies auf den sogenannten Fall Lisa, die angebliche Vergewaltigung eines russisch-deutschen Mädchens, und eine Desinformationskampagne, die auf deutsche Bundeswehrsoldaten in Litauen gezielt hatte. 

Diese und weitere wichtige Aussagen der Pressekonferenz zum Nachlesen im Überblick:

tis / DPA

Pressekonferenz mit Merkel und Putin live

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Wir verabschieden uns aus Sotschi von der Pressekonferenz mit Merkel und Putin. Auf Wiedersehen!

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Für die Ukraine gilt: Putin bekennt sich zum Friedensprozess für die Ostukraine.

    Das Normandie-Format (mit Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine) muss auch über die Präsidentenwahl in Frankreich hinaus seine Arbeit fortsetzen.

    Merkel sagt:
    Es fehlt an der Umsetzung und nicht an Abkommen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Das war es schon mit der gemeinsamen Pressekonferenz von Merkel und Putin in Sotschi. Es wurde deutlich, dass es zwischen den beiden Regierungen weiterhin tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten über den Ukraine-Konflikt und den Krieg in Syrien gibt. Die Bundeskanzlerin hat dabei kein Blatt vor den Mund genommen. Beispiel Cyber-Krieg: Merkel wies ausdrücklich daraufhin, dass der Hybrid-Krieg ausdrücklich in der russischen Staatsdoktrin erwähnt wird. Sie nennt zudem den Fall Lisa und die Vorfälle um die Bundeswehr in Litauen. Für den Wahlkampf mache sie sich aber keine Sorgen.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Zum Abschluss betont Merkel, wie wichtig es sei, im Gespräch zu sein. Das ist die Grundlage, um die Beziehungen zu verbessern.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Jetzt ist es an Merkel, Gemeinsamkeiten zu betonen. Der Petersberger Dialog, der Schüleraustausch, gemeinsame wissenschaftliche Projekte - der Austausch zwischen Russland und Deutschland ist gut.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

    Nochmal zu einer möglichen Manipulation im Wahlkampf. Merkel sagt: "Ich kann nichts dazu sagen, ob es in den USA der Fall war." Zu ihrem eigenen Wahlkampf hat sie eine klare Einschätzung: "Ich gehöre nicht zu den ängstlichen Personen". Sie schafft es damit geschickt, sich deutlich und selbstbewusst zu positionieren, ohne Putin auf die Füße zu treten.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Trotz der tiefen Gräben, die es zwischen Berlin und Moskau gibt in Fragen zu Syrien und Ostukraine, stellt Putin noch mal die wirtschaftliche Verflechtung heraus. Das sei für beide Seiten und die Weltwirtschaft ganz wichtig.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Zu Syrien: Putin erläutert seine Sicht der Dinge, die bekannt sind. Die Rebellen seien Terroristen. Aber: Ohne die USA gibt es keine Lössung des Konflikts, sagt Putin. Er verweist auf die Friedensgespräche in der Schweiz.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Putin: Für eine Einmischung in den Wahlkampf in den USA gebe es keinen Beweis. Putin lächelt bei diesen Worten ein wenig.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Putin weist die Vorwürfe zurück, dass sich Russland in die Angelegenheiten anderer Staaten eingemischt habe.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Merkel sieht keine Probleme für ihren Wahlkampf wegen möglicher Beeinflussungen durch die russische Seite. Sie sei da ganz

    selbstbewusst
    .

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Merkel besteht weiter auf den Punkt, dass es in der Ostukraine zu freien Wahlen kommen muss.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Merkel stellt klar, dass es über die Ursache des Ukraine-Konfliktes tiefgreifende Meinungsunterschiede gibt.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Putin gibt zu:

    In manchen Fragen gehen unsere Positionen auseinander.

  • Tim Schulze
    • Tim Schulze

    Putin betont, dass es in der Ukraine sehr viel schlimmer sei, wenn es das Minsker Abkommen nicht gebe.