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Außenministerin auf Ukraine-Reise Baerbock schließt Panzerlieferungen an Ukraine nicht aus: "Ich weiß, dass die Zeit drängt"

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Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hat sich bei ihrem zweiten Besuch in Kiew seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine schockiert über die Masse an Minen in dem Land gezeigt. Bei einem Besuch von Minenräumern in einem Vorort der Hauptstadt sagte Baerbock, es seien ganz bewusst nicht nur Anti-Panzer-Minen verlegt worden, sondern auch Anti-Personen-Minen. Diese habe die russische Armee gezielt hinterlassen, um Zivilisten zu töten. Wichtig sei daher, dass die Ukraine nicht nur militärische Hilfe erhalte, sondern auch Unterstützung im Zivilschutz. Die Bundesregierung hat zusammen mit den Niederlanden ein Programm zur Minenräumung in der Ukraine gestartet. Dabei sollen ukrainische Soldaten von der Bundeswehr zur Minensuche und -räumung sowie der Beseitigung von Sprengfallen ausgebildet werden. Baerbock war am Morgen in der ukrainischen Hauptstadt eingetroffen. Sie wolle mit ihrem Besuch zeigen, dass man der Ukraine weiter beistehe, solange es nötig sei. Der russische Präsident Wladimir Putin setze ihrer Einschätzung nach darauf, dass die Deutschen der Anteilnahme am Leid der Ukraine irgendwann müde würden. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba sicherte Baerbock der Ukraine weitere militärische Hilfe zu, mit Blick auf die laufende Gegenoffensive schließt sie dabei auch die Lieferung von Kampfpanzern westlicher Bauart nicht aus. "So, wie sich die Lage vor Ort verändert, so schauen wir auch immer wieder unsere Unterstützung an und werden weitere Schritte gemeinsam mit unseren Partnern besprechen. Ich weiß, dass die Zeit drängt. Ich habe mir hier vor Ort selber noch einmal einen Eindruck davon gemacht. Die nächsten Wochen und Monate werden entscheidend sein, so Baerbock.
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Außenministerin Annalena Baerbock ist am Wochenende überraschend zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn in die Ukraine gereist. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ihrem Amtskollegen Kuleba kommt sie auch auf das Thema Panzer zu sprechen.

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