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Darfur: 180 Waffen konfisziert

Die gefürchteten arabischen Reitermilizen im Sudan sollen nach Willen der Vereinten Nationen entwaffnet werden. Die sudanesische Regierung will die Forderung erfüllen und hat bereits 180 Waffen beschlagnahmt.

Die sudanesische Regierung hat den Beginn der Entwaffnung arabischer Milizen in einigen Teilen der Krisenregion Darfur angekündigt. In den kommenden Tagen sollen acht so genannte Sicherheitszonen eingerichtet werden, berichtete das regierungsnahe Sudan Media Centre am Donnerstag. Bislang seien etwa 180 Waffen konfisziert worden. Innenminister Achmed Mohammed Aroun versicherte, dass Sudan die Auflagen der UN-Resolution zu 100 Prozent erfülle.

Der UN-Sicherheitsrat hatte die sudanesische Regierung aufgefordert, die arabischen Milizen zu entwaffnen, die mit Hilfe der sudanesischen Armee mehr als eine Million Menschen aus ihren Dörfern vertrieben haben. Am Montag sollen die Verhandlungen zwischen der Regierung und den Darfur-Rebellen in Nigeria wieder aufgenommen werden. Der Aufstand der Rebellengruppen im Februar 2003 hatte die gewaltsame Reaktion der sudanesischen Regierung ausgelöst. Die Rebellen fordern einen größeren Anteil am Reichtum des Landes für die verarmte Region im Westen.

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