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Trump ohne Gegner: Wieso halten die Republikaner noch Vorwahlen ab?

Donald Trump steht in seiner Partei konkurrenzlos da, seine Gegner haben alle aufgegeben. Dennoch gehen die Vorwahlen der Republikaner weiter. Warum?

Donald Trump T-Shirt

Den Adler im Kopf: Donald Trump-Shirt in Atlantic City

Dienstag ist Wahltag. Mal wieder. Heute stehen bei den Republikanern in Nebraska und West Virginia zwei Vorwahlen an. Und Donald Trump geht erstmals ohne Gegner in die Abstimmung und eigentlich könnten die Konservativen auch darauf verzichten. Doch die Regeln sehen vor, dass jeder Kandidat sich auch den Vorwahlen stellen muss, wenn es keinen Gegenkandidaten mehr gibt. Ein Grund ist: Er muss weiterhin Delegierte für den Nominierungsparteitag im Juli sammeln. Trump hat bisher rund 1050 Männer und Frauen hinter sich, die bei dem Treffen für ihn stimmen werden. Um ganz sicher als Präsidentschaftskandidat gewählt zu werden, braucht er die absolute Mehrheit von 1237 Stimmen.

Donald Trump räumt noch einmal alles ab


Trump wird nach Auffassung von Meinungsforschern entweder alle oder fast alle Delegierten, die bis zum Vorwahl-Finale am 7. Juni zu vergeben sind, erringen und die Hürde klar überwinden. Gleichzeitig machen sich jedoch in der Partei Abspaltungstendenzen breit. Strikt konservative Kreise bei den Republikanern halten Trump nicht nur persönlich für ungeeignet, sondern auch programmatisch für nicht tragbar.

Auch bei den Demokraten ist die Entscheidung im Grunde gefallen. Hier führt Hillary Clinton vor ihrem Widersacher Bernie Sanders. Sie wählen am diesem Dienstag nur in West Virgina. In den Bundesstaat gilt Sanders als Favorit.

nik / DPA