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Drohendes Todesurteil in den USA: Schreiben Sie an den Gouverneur

Um 1 Uhr heute Nacht soll Troy Davis hingerichtet werden. Ohne Beweise, ohne Geständnis, ohne Indizien. Nur ein Mann kann den Wahnsinn stoppen. Schreiben Sie ihm!

Schauen Sie mal auf Ihre Uhr. Wie viel Zeit ist es noch bis 1 Uhr heute Nacht? Um 1 Uhr unserer Zeit soll Troy Davis hingerichtet werden. Eine Giftspritze soll das Leben des 42-Jährigen beenden, der in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Georgia sitzt.

Davis ist vor 20 Jahren von einem Gericht zum Tod verurteilt worden. Der Schwarze soll 1989 einen weißen Polizisten erschossen haben. Es gibt keine Beweise für die Tat, kein Geständnis, kein Indiz. Es wurde keine Tatwaffe gefunden, keine Fingerabdrücke und keine DNA-Spuren. Dafür sieben Zeugen, die behaupten, sie seien damals von der Polizei unter Druck gesetzt worden, Troy Davis im Prozess zu belasten.

Eigentlich müsste der Mann längst frei sein. Immerhin gilt auch in den USA der juristische Grundsatz: im Zweifel für den Angeklagten. Und trotzdem lehnte ein Gnadenausschuss von Georgia am Dienstag eine Rücknahme des Todesurteils ab.

Jetzt kann nur noch ein Mann das Urteil abwenden: der Gouverneur von Georgia. Es gibt nicht mehr viel, was man als Bürger mit gesundem Rechtsempfinden für Troy Davis tun kann - außer, dem Gouverneur Ihre Meinung zu sagen.

Schreiben Sie an den Gouverneur Nathan Deal und fordern Sie die Begnadigung von Troy Davis. Schreiben Sie: "We urge you to grant clemency to Mr. Davis and to release him from prison."

Soll man deshalb aufgeben?

Fast eine Million Menschen haben sich bislang weltweit gegen die Hinrichtung von Troy Davis engagiert. Sie haben demonstriert, auf der Seite von amnesty international Petitionen unterschrieben, Anhörungen organisiert.

Hier erreichen Sie den Gouverneur. Nicht aufgeben, die Seite ist durch den Ansturm der Todesstrafengegner mitunter nur schwer aufzurufen.

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