Flüchtlingscamps Menschenunwürdige Verhältnisse auf den Kanaren


Auf den Kanarischen Inseln hat der Zustrom an illegalen Einwanderer zu einer Überlastung der Flüchtlingscamps geführt. Polizei und Medien beklagen menschenunwürdige Zustände, Schlägereien seien an der Tagesordnung.

In den Aufnahmelagern für afrikanische Flüchtlingen auf den Kanarischen Inseln herrschen nach Presseberichten menschenunwürdige Bedingungen. Einige Camps seien so überfüllt, dass zahlreiche Afrikaner unter freiem Himmel schlafen müssten, berichtete die spanische Zeitung "El Mundo". Polizeibeamte wiesen in einem Bericht an ihre Gewerkschaft darauf hin, dass in den Lagern hygienisch so verheerende Verhältnisse herrschten, dass die Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten drohe.

Unter den Bewohnern komme es häufig zu Schlägereien. Die spanische Regierung bestätigte, dass die Lager bis an die Grenze ihrer Aufnahmefähigkeit gefüllt seien. Man könne aber nicht von verheerenden Verhältnissen sprechen, sagte Innenstaatssekretär Antonio Camacho. Auf den Kanaren sind insgesamt 8000 Flüchtlinge, die mit Booten von Westafrika auf die Inselgruppe gelangt sind, in provisorischen Camps untergebracht.

Der Süden Spaniens erlebte unterdessen einen neuen Zustrom von illegalen Zuwanderern. Nach Angaben der Behörden gelangten mehr als 200 Nordafrikaner mit etwa 20 Booten in der Region Andalusien auf das spanische Festland. Die meisten von ihnen stammten aus Marokko. Illegale Immigranten aus dem nordafrikanischen Staat werden normalerweise umgehend in ihre Heimat abgeschoben, da Spanien mit Rabat ein Rückführungsabkommen geschlossen hat.

DPA DPA

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