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Foltermethode: CIA bekennt sich zu "Waterboarding"

Der US-Geheimdienst hat sich offen zur Foltermethode des sogenannten "Waterboardings" bekannt. CIA-Chef Hayden nannte sogar die Namen von drei Folteropfern. Auch für die Zukunft will das CIA keine Einschränkungen bei seinen Verhörtechniken auferlegt bekommen.

Der Direktor des US-Geheimdienstes CIA, Michael Hayden, hat erstmals die Namen von drei Terrorverdächtigen enthüllt, die in Verhören der umstrittenen Methode des simulierten Ertränkens ausgesetzt wurden.

Wie Hayden vor einem Kongressausschuss in Washington sagte, wurde die Methode des "Waterboardings" in den Jahren 2002 und 2003 beim Verhör der mutmaßlichen Topterroristen Khalid Scheich Mohammed, Abu Subaida und Abdel Rahim el-Nashiri angewendet. Danach sei die Verhörtechnik nicht mehr eingesetzt worden.

"Besondere Umstände" angeführt

Medienberichten zufolge begründete Hayden die damalige Anwendung mit der drohenden Gefahr neuer Anschläge. Danach sagte er vor dem Ausschuss, das "Waterboarding" sei angesichts der seinerzeitigen "Umstände" eingesetzt worden, wegen "der Überzeugung, dass weitere katastrophale Angriffe unmittelbar bevorstanden, zu einer Zeit, als die USA nur begrenzte Kenntnis darüber hatten, wie (das Terrornetz) El Kaida vorgeht".

CIA will keine Einschränkungen

Hayden appellierte den Berichten zufolge weiter an den Kongress, die der CIA erlaubten Verhörtechniken nicht einzuschränken. Dem Kongress liegt ein Gesetzentwurf vor, dem zufolge die CIA-Methoden künftig nicht mehr über das hinausgehen dürfen, was dem Militär bei Vernehmungen gestattet ist. Das "Waterboarding" gehört hier nicht zu den erlaubten Techniken.

Der frühere US-Geheimdienstchef John Negroponte hatte Ende Januar zugegeben, dass bei Vernehmungen von Verdächtigen das simulierte Ertränken eingesetzt wurde.

DPA/AP / AP / DPA