Gaza Erbitterte Kämpfe halten an


Kämpfer der palästinensischen Organisationen Fatah und Hamas haben sich in Gaza den dritten Tag in Folge heftige Feuergefechte geliefert. Das Haus eines möglichen Nachfolgers von Präsident Abbas war Ziel eines Anschlags.

Im Gazastreifen ist es den dritten Tag in Folge zu Gefechten zwischen den rivalisierenden Palästinenser-Gruppen Hamas und Fatah gekommen. In Gaza-Stadt waren Granatenexplosionen und Schussfeuer zu hören. Bereits in der Nacht habe es erneut Gefechte gegeben, sagten Augenzeugen am Sonntag. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor.

Bei einer Bombenexplosion wurde das Haus eines Leibwächters des prominenten Fatah-Politikers Mohammed Dahlan beschädigt. Dahlan wird als möglicher Nachfolger von Präsident Mahmud Abbas gehandelt.

24 Menschen seit Donnerstag getötet

Die Zahl der Toten bei den seit Donnerstag andauernden Kämpfen zwischen Anhängern rivalisierender Palästinensergruppen im Gazastreifen ist auf 24 gestiegen. Das berichteten israelische Medien am Sonntag unter Berufung auf palästinensische Kreise. Angesichts des neuen Ausbruchs der Gewalt haben die radikal-islamische Hamas und die gemäßigtere Fatah ihre Gespräche über die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit zunächst ausgesetzt. Beide Gruppen haben Anhänger der gegnerischen Seite verschleppt.

DPA/Reuters DPA Reuters

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