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Gesundheit Mubarak gibt Rätsel auf


Die Welt räselt über Husni Mubarak. Wo ist der abgetretene ägyptische Machthaber, was passiert mit seinen Auslandskonten - und wie geht es ihm eigentlich? Laut Ägyptens Botschafter steht es um seine Gesundheit nicht zum Besten.

Rätselraten über Husni Mubarak?

Wo ist er? Wie geht es ihm? Was passiert mit seinem Geld? Das beschäftigte am Montag Ägypten und das Ausland.

Aufenthaltsort

: Nach Informationen von stern.de befindet sich Mubarak in dem Emirat Schardscha. Mehrere Quellen bestätigten, dass eine Maschine der privaten Fluglinie Air Arabia den 82-Jährigen am Freitag im Ferienort Scharm-el-Scheich aufgenommen und außer Landes gebracht hat. Schardscha am Persischen Golf ist Teil der Vereinigten Arabischen Emirate. Ein offizieller Vertreter der Luftfahrtbehörde des Emirats bestritt zwar am Sonntagabend, dass der 82-jährige am Flughafen der gleichnamigen Stadt gelandet sei, es gab aber im Verlauf des Montags keine weiteren Angaben über seinen Aufenthaltsort. Von Mubarak selbst kam keine Äußerung.

Gesundheit

: Ägyptens Botschafter in Washington gab Gerüchten über gesundheitliche Probleme Mubaraks neue Nahrung. In einem Interview mit dem US-Fernsehsender NBC sagte Sameh Schukri am Montag, er habe womöglich "einige Informationen auf persönlicher Ebene erhalten, die nahe legen, dass er möglicherweise in eher schlechter gesundheitlicher Verfassung ist", betonte aber, er habe keine genauen Informationen. Schukri war auf Berichte angesprochen worden, wonach Mubarak einen Hirnschlag erlitten habe oder gar im Koma liege. Vergangene Woche hatte Mubarak noch Spekulationen, er käme zu einem Klinikaufenthalt nach Deutschland, zurückgewiesen und verlauten lassen, dass er bei bester Gesundheit sei.

Geld

: Anders als die Schweiz will die Europäische Union zunächst keine Guthaben des gestürzten ägyptischen Staatschefs einfrieren. Das kann sich aber schnell ändern. "Wir stehen in Kontakt mit den äygptischen Behörden", sagte die Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton. Wenn eine Sperrung von Konten zum Thema werde, wolle die EU aber "angemessene Maßnahmen" einleiten. Unter den EU-Staaten besteht nach Angaben von Diplomaten Einigkeit darüber, Vermögen Mubaraks in der Europäischen Union auf entsprechende Anfrage der ägyptischen Behörden einzufrieren. Der Vorsitzende der 17 Euro-Länder, der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, sprach sich klar für eine Sperrung der Konten aus.

ben/AFP AFP

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