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HIROSHIMA: Japaner gedenken des Atombomben-Abwurfs

In der japanischen Stadt Hiroshima gedachten Überlebende und Angehörige von zivilen Opfern des US-Atombombenabwurfs auf die Stadt am 6. August vor 57 Jahren.

Um 08.15 Uhr Ortszeit, dem Zeitpunkt, an dem damals der Abwurf der Atombombe auf die Stadt erfolgte, läutete die Friedensglocke zum Gedenken an die Folgen und als Mahnung an die Welt zum Frieden. Am 9. August 1945 folgte der zweite amerikanische Atombomben-Abwurf auf die Stadt Nagasaki, sechs Tage später die Kapitulation Japans im Zweiten Weltkrieg. An der Zeremonie zum Gedenken an den 6. August 1945 nahm auch Ministerpräsident Junichiro Koizumi teil.

In seiner Ansprache am jährlichen Gedenktag für die rund 220.000 Opfer des Atom-Angriffs auf Hiroshima appellierte der Bürgermeister der Stadt, Tadatoshi Akiba, an US-Präsident George W. Bush, dieser solle Hiroshima und Nagasaki besuchen, um die grausamen Folgen von atomaren Waffen mit eigenen Augen zu sehen. Zugleich warnte der Bürgermeister, nach den Anschlägen vom 11. September in den USA sei weltweit die Gefahr eines erneuten Einsatzes von atomaren Waffen gewachsen.

Den USA sprach Akiba das Recht ab, der Welt ihre Vorstellungen von einer »Pax Americana« mit Gewalt aufzuzwingen und sich als Schicksalsmacht der Welt aufzuspielen.