Kritik an Regierung Chinese zum Krüppel geschlagen


Ein Chinese musste wegen des Drei-Schluchten-Staudamms umsiedeln, eine Entschädigung dafür blieb aus - was er gegenüber der ARD beklagte. Daraufhin wurde er zusammengeschlagen und bleibt wohl den Rest seines Lebens gelähmt.

Ein Chinese ist nach einem Interview in einem ARD- Fernsehbericht über den umstrittenen Drei Schluchten-Damm von Schlägern verprügelt und lebensgefährlich verletzt worden. Nach Aussagen seiner Familie wird Fu Xiancai gelähmt bleiben.

Der Mann hatte am 19. Mai in dem ARD-Bericht über den Abschluss der Bauarbeiten für den Staudamm beklagt, er habe wie viele andere Menschen nicht die versprochenen Entschädigungen für die Umsiedlung bekommen.

Der Intendant des NDR, Jobst Plog, protestierte beim chinesischen Botschafter in Berlin. Er forderte ihn auf, alles zu veranlassen, "dass dem schwer verletzten Fu Xiancai jede notwendige und mögliche medizinische Versorgung zuteil wird". In dem Brief des NDR-Intendanten hieß es: "Es steht außer Zweifel, dass der Überfall ein Racheakt unter anderem wegen seiner Äußerungen im Deutschen Fernsehen war."

Eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking sagte, die Details des Falles seien ihr nicht klar. China sei ein Rechtsstaat, dessen Bürger "weit reichende Menschenrechte und Freiheiten genießen". "Doch sollten alle Bürger die jeweiligen Gesetze und Vorschriften beachten."

DPA DPA

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