Liberia US-Kriegsschiffe vor der Küste Liberias eingetroffen

Vor der Küste Liberias sind zur Unterstützung der westafrikanischen Friedenstruppen die ersten US-Kriegsschiffe eingetroffen. Über den Einsatz eigener Bodentruppen haben die USA bislang nicht entschieden.

Nach Angaben von US-Regierungsvertreter sollen der Hubschraubträger "USS Iwo Jima" und drei Begleitschiffe sowie die "USS Carter Hall" bei der Logistik und der Kommunikation den westafrikanischen Truppen helfen. An Bord der Schiffe sind rund 2300 Marinesoldaten. Ein weiteres Kriegsschiff wird in den nächsten Tagen erwartet. Außenamtssprecher Philip Reeker hatte am Montag in Washington nochmal beteuert, Rücktritt und Abreise des amtierenden liberianischen Präsidenten Charles Taylor, dem Kriegsverbrechen zur Last gelegt werden, seien für die Wiederherstellung eines Friedens in Liberia sehr wichtig.

Rund 200 nigerianische Soldaten waren am Vortag als Vorhut eines insgesamt 1500 Mann starken nigerianischen Kontingents auf dem Flughafen bei Monrovia eingetroffen. Der westafrikanischen Friedenstruppe sollen rund 3250 Mann angehören. Die kriegsmüde Bevölkerung hofft nun auf ein rasches Ende der Kämpfe zwischen Regierungssoldaten und verschiedenen Rebellentruppen. Dadurch könnte die Lieferung von dringend benötigten Hilfsgütern möglich werden. In dem vor 14 Jahren begonnen Bürgerkrieg wurden bisher vermutlich mehr als 200.000 Menschen getötet.

Taylor hatte am Samstag seinen Rücktritt für den 11. August angekündigt. Sein Machtverzicht gilt als Schlüssel für ein Ende des Bürgerkrieges. Nigeria hat Taylor zudem Asyl angeboten.


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