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Nahost Abbas hat einen Job weniger


Mahmud Abbas ist als Chef des PLO-Exekutivkomitees zurückgetreten. Präsident der Autonomiebehörde im Westjordanland bleibt er. Derweil verhandelt die Hamas in Gaza mit Israel.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat sein Amt als Vorsitzender des Exekutivkomitees der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO niedergelegt. Er bleibt jedoch Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde Im Westjordanland. Nach palästinensischen Medienberichten soll der Rücktritt eine Neubesetzung des Komitees bei einer Sitzung des Palästinensischen Nationalrats im kommenden Monat ermöglichen. Mit Abbas treten noch weitere Mitglieder des 18-köpfigen Komitees zurück. Palästinensische Beobachter gehen von einem politischen Manöver Abbas' aus, das interne Rivalen ausschalten und eine Neubesetzung des Komitees mit Verbündeten ermöglichen soll.

Derweil verkündet die im Gazastreifen herrschende Palästinenserorganisation Hamas, dass sie mit Israel über eine stabile Waffenruhe verhandle. Die Gespräche seien bislang positiv verlaufen, eine Einigung gebe es aber noch nicht, sagte der Chef der radikalislamischen Gruppe, Chalid Meschal, in einem Interview mit der Zeitung "Al Arabi Al Dschadid".

Zuvor hatte Israel Zeitungsberichten zufolge bestritten, dass direkte oder indirekte Gespräche geführt würden.

Die Hamas hatte nach einem blutigen Bruderkampf mit der Fatah-Organisation vonPalästinenserpräsident Mahmud Abbas Mitte 2007 die Macht im Gazastreifen an sich gerissen. Seitdem kam es zu drei Kriegen mit Israel, zuletzt im vergangenen Jahr. Der Zuspruch unter der Bevölkerung in Gaza für die Hamas nimmt rapide ab.

DPA

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