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Mutmaßlicher Heckenschütze aus Schweden Antrag auf lebenslange Haft geplant


Im Fall des mutmaßlichen Heckenschützen von Malmö will die schwedische Staatsanwaltschaft für den 40-jährigen Angeklagten eine lebenlange Haftstrafe beantragen.

Zunächst solle abgewartet werden, ob das Gericht am Donnerstag ein Gutachten zur geistigen Verfassung des Verdächtigen Peter Mangs in Auftrag gebe und was dieses gegebenenfalls ergebe, sagte Generalstaatsanwältin Solveig Wollstad am Montag. Sie plane jedoch derzeit einen Antrag auf lebenslange Haft in dem Verfahren.

Mangs muss sich wegen teils tödlicher Schüsse auf Einwanderer seit Mitte Mai in Malmö vor Gericht verantworten. Ihm werden drei Morde und zwölf Mordversuche vorgeworfen, die in den Jahren 2003 bis 2009 in der südschwedischen Stadt verübt wurden. Laut Anklage soll Mangs im Jahr 2003 zwei Einwanderer getötet haben. Im Jahr 2009 soll er zudem eine Schwedin erschossen haben, die in einem Auto neben einem Einwanderer saß.

Zudem wird Mangs verdächtigt, in zwölf weiteren Fällen mit einer halbautomatischen Pistole auf Menschen geschossen und mehrere Opfer schwer verletzt zu haben. Mangs weist die Vorwürfe zurück. Laut Staatsanwaltschaft liegen jedoch zahlreiche Beweise und Zeugenaussagen vor, die ihn schwer belasten. Die Motive des mutmaßlichen Heckenschützen sind dagegen bislang unklar. Die Ermittler vermuten einen rassistischen Hintergrund.

jat/AFP AFP

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