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Olympia in Peking: China vereitelt angeblich Terroranschlag

China hat nach offiziellen Angaben zwei Terroristengruppen gestoppt. Die hätten angeblich Anschläge auf die Olympischen Spiele geplant und wollten Sportler enführen. Eine der beiden Gruppen habe auf Anweisung einer islamistischen Organisation gehandelt.

China hat nach offiziellen Angaben zwei Terrorgruppen zerschlagen, die Anschläge auf die Olympischen Spiele in Peking sowie Entführungen von Teilnehmern geplant hätten. Das Ministerium für Öffentliche Sicherheit erklärte, zwischen Ende März und Anfang April seien 35 Verdächtige festgenommen worden. Bei ihnen sei Sprengstoff gefunden worden. Sie hätten geplant, Hotels, Regierungsgebäude und militärische Ziele in Shanghai, Peking und anderen Städten anzugreifen.

"Wir stehen einer echten terroristischen Bedrohung gegenüber", sagte Ministeriumssprecher Wu Heping auf einer Pressekonferenz. Eine von den zwei kriminellen Banden sei aus der westlichen Region Xinjian. Diese habe offenbar auf Anweisung einer islamistischen Gruppe gehandelt, die für eine Unabhängigkeit der Region kämpfe. Wu forderte die Bevölkerung auf, besonders aufmerksam zu sein und bei Hinweisen auf eine Straftat die Polizei zu alarmieren.

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 versucht China, die separatistische Bewegung der Uiguren in Xinjian mit Terrororganisationen im Nahen Osten in Verbindung zu bringen. Die Regierung legte dafür jedoch nur wenige Beweise vor.

DPA/AP / AP / DPA