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Russland Tragödie in Ischewsk: 13 Tote und 21 Verletzte nach Angriff auf Schule

Angriff auf Schule in Ischewsk
Menschen stehen vor der Schule Nr. 88 in der Stadt Ischewsk, wo ein Angreifer mehrere Schüler und sich selbst tötete
© Ilyas Bekmansurov / TASS / Action Press
Bei einem Angriff auf eine russische Schule sind mehr als ein Dutzend Menschen getötet worden – darunter Schüler und Lehrer. Der Täter soll sich anschließend selbst das Leben genommen haben, heißt es aus dem russischen Innenministerium.

Bei Schüssen in einer russischen Schule sind nach Behördenangaben in der Stadt Ischewsk am Montag mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Das nationale Ermittlungskomitee sprach von 13 Toten, darunter sieben Kinder. Bei den sieben Erwachsenen handelt es sich um Lehrer und Wachleute. Das Innenministerium der Republik Udmurtien hatte zuvor von 6 Toten und 20 Verletzten gesprochen.

Die Ermittlungsbehörde bestätigte, dass es 21 Verletzte gebe, darunter 14 Kinder und 6 Erwachsene. "In Udmurtien gab es heute eine Tragödie in Ischewsk in der Schule 88. Ein noch nicht identifizierter Mensch brach in die Schule ein, tötete einen Wachmann, das ist schon bekannt", hatte Gouverneur Alexander Bretschalow kurz nach der Tat gesagt. "Es gibt Opfer unter den Kindern und Verletzte", sagte er. Der Täter tötete sich anschließend selbst, wie das Innenministerium der Region bestätigte. 

Der Kreml bezeichnete die Tat als einen "terroristischen Akt". "Präsident (Wladimir) Putin ist in tiefer Trauer im Zusammenhang mit dem Tod von Menschen, von Kindern in der Schule, wo der terroristische Akt geschehen ist", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Die Ermittler nannten am Nachmittag auch die Identität des Mannes, es handele sich um einen 34-Jährigen, der einmal Schüler dort gewesen sei. Kremlsprecher Peskow sagte, er "gehörte allem Anschein nach einer neofaschistischen Organisation oder Gruppierung an". Ermittler hatten gesagt, der Mann habe ein schwarzes T-Shirt mit Nazi-Symbolik und eine Sturmhaube getragen.

Putin habe bereits mit der regionalen Führung und Regierungsmitgliedern gesprochen, die sich um die Betreuung der Verletzten kümmern sollten, sagte Peskow. Das Zivilschutzministerium fliege Ärzte, Psychologen und andere Spezialisten in die Region Udmurtien.

An der Schule Nummer 88 mit rund 80 Lehrern lernen nach offiziellen Angaben 982 Schülerinnen und Schüler. In Russland gab es bereits mehrfach Amokläufe an Bildungseinrichtungen mit vielen Toten und Verletzten.

dho/cl DPA

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