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Schuldenkrise: EU dementiert Umschuldung für Griechenland

Die EU-Kommission hat Medienberichte über angebliche Umschuldungsverhandlungen Griechenlands dementiert: "Umschuldung ist keine Option, die auf dem Tisch liegt."

Die EU-Kommission hat Medienberichte über angebliche Umschuldungsverhandlungen Griechenlands dementiert. Eine Sprecherin beantwortete am Montag die Frage, ob es solche Gespräche gebe, mit einem einfachen "Nein". Später fügte eine andere Sprecherin hinzu: "Umschuldung ist keine Option, die auf dem Tisch liegt."

Zuvor waren die Kurse griechischer Staatsanleihen stark unter Druck geraten. Umgekehrt legten die Renditen vor allem in den kurzen Laufzeiten stark zu. Als Grund nannten Händler einen Bericht der griechischen Tageszeitung "Eleftherotypia" (Montag), wonach Griechenland bei Europäischer Union (EU) und Internationalem Währungsfonds (IWF) wegen einer Restrukturierung seiner Schulden angefragt habe. Das griechische Finanzministerium dementierte den Bericht umgehend." Ich werde langsam müde, immer wieder diese Gerüchte zu dementieren", sagte der griechische Finanzminister Giorgos Papakonstantinou im griechischen Radio am Montag.

Die inverse Zinsstruktur mit höheren Renditen im kürzeren Laufzeitbereich gilt unter Experten als Indiz dafür, dass am Markt stark mit einer Umschuldung Griechenlands gerechnet wird. Die Risikoaufschläge im Vergleich zu deutschen Staatsanleihen liegen derzeit so hoch wie noch nie seit Gründung der Euro-Währungsunion. Derzeit erhalten Anleger für deutsche Staatstitel mit Laufzeiten zwischen zwei und zehn Jahren gerade mal zwischen 1,86 und 3,37 Prozent Zinsen. Grund ist die erstklassige Kreditwürdigkeit Deutschlands.

DPA / DPA
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