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Terror in Mumbai: Deutsches Ehepaar unter den Toten

Von drei deutschen Todesopfern der Terroranschläge in Mumbai war bisher die Rede. Doch bislang war nur die Indentität des Münchner Medienunternehmers Ralph Burkei bekannt. Jetzt teilte der Bürgermeister eines niederrheinischen Ortes mit, wer die anderen beiden Toten sind.

Bei den Terroranschlägen in Munbai ist auch ein Ehepaar aus dem niederrheinischen Goch ums Leben gekommen. Bei den Opfern handele es sich um den 68-jährigen ehemaligen Bundeswehroffizier Jürgen S. und seine gleichaltrige Frau Daphne, berichtete der Bürgermeister von Goch, Karl-Heinz Otto, am Dienstag. "Das trifft uns sehr hat", sagte Otto. Er selbst habe das Ehepaar gekannt. "Das waren sehr nette Leute." Die Frau habe bis vor einigen Jahren Aerobic-Kurse in Goch gegeben.

Die "Rheinische Post" berichtete, das Rentnerehepaar aus Goch-Pfalzdorf habe sich zu einer vierwöchigen Urlaubsreise in Indien aufgehalten. Krönung des Urlaubs hätte der Aufenthalt im Luxus-Hotel Taj Mahal sein sollen. Dort seien sie bei dem Überfall der Terroristen ums Leben gekommen.

Das Auswärtige Amt erklärte am Dienstag lediglich, dass sich die Hinweise auf zwei weitere deutsche Todesopfer der Anschläge verdichteten. Die Identifizierung der Leichen durch das Bundeskriminalamt (BKA) sei aber noch nicht endgültig abgeschlossen, sagte eine Sprecherin in Berlin. Bestätigt wurde bislang der Tod des Münchner Medienunternehmers Ralph Burkei. Nach Angaben der indischen Behörden waren unter den 28 ermordeten Ausländern drei Deutsche. Insgesamt starben nach offiziellen Angaben 188 Menschen, mehr als 300 wurden verletzt.

Das Auswärtige Amt teilte am Dienstag erstmals Einzelheiten über die "Arbeit im Ausnahmezustand" des deutschen Generalkonsulats in Mumbai nach dem Beginn der Terroranschläge mit. Die knapp ein Dutzend deutschen Diplomaten hätten die aus den beiden überfallenen Hotels geflüchteten Landsleute betreut, die teils nur mit Bademantel bekleidet und ohne Schuhe dort ankamen. Mehr als 30 entkommene Deutsche seien bei Mitarbeitern des Konsulats vorübergehend privat untergekommen.

AP/DPA / AP / DPA
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