Terrornetzwerk al Kaida Mehr Geld, mehr Anschläge

Laut US-Geheimdiensten ist die Terrororganisation al Kaida trotz aller Geheimdienstanstrengungen wieder so gut organisiert wie vor den Anschlägen auf das World Trade Center 2001. Neue Anschläge im Westen seien jederzeit möglich.

Die Terrororganisation al Kaida ist nach Ansicht der US-Geheimdienste wieder so stark wie vor den Anschlägen vom 11. September 2001. Die Gruppe habe sich trotz der weltweiten Verfolgung und der Angriffe der US-Truppen auf ihre Stützpunkte wieder neu organisieren können, heißt es in einer fünfseitigen Geheimdiensteinschätzung. Über eine konkrete Gefahr und geplante neue Anschläge in den USA sei aber nichts bekannt, hieß es in US-Regierungskreisen.

Der Geheimdienstbericht sollte unter anderem Thema einer Sitzung im Weißen Haus sein. Al Kaida sei wieder mehr und mehr in der Lage, Terroranschläge im Westen auszuführen, heißt es. Besonders hervorgehoben wird nach Angaben eines Gewährsmanns, dass die Terroristen an der Grenze von Pakistan ein sicheres Rückzugsgebiet hätten. Die Gruppe habe das "stabilste Trainingsprogramm seit 2001" aufgebaut und setze dabei auf Kämpfer aus Europa, heißt es weiter. Auf der anderen Seite gebe es deutliche Lücken bei der geheimdienstlichen Aufklärung, wird kritisch angemerkt.

Ähnlich äußerte sich bei einer Anhörung vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses der Leiter der CIA-Analyseabteilung, John Kringen, zum Wiedererstarken der Al Kaida. "Sie scheinen sich in ihren Rückzugsgebieten und in unkontrollierten Gebieten in Pakistan eingerichtet zu haben", sagte Kringen. "Wir stellen mehr Training fest, es gibt mehr Geld, die Kommunikation verstärkt sich, die Aktivität steigt."

AP AP

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