Tonga Unruhen erschüttern Südsee-Staat


In der Hauptstadt des Pazifikstaates Tonga ist es zu schweren Unruhen gekommen. Tausende Demonstranten stürmten Regierungsgebäude und setzten Fahrzeuge in Brand.

Im Pazifikstaat Tonga ist es im Anschluss an eine Demonstration für demokratische Reformen zu schweren Unruhen gekommen. Wie Augenzeugen berichteten, griffen Gruppen junger Männer Geschäfte und auch ein Hotel an, Läden wurden geplündert. Die Journalistin Mary Fonua berichtete, das Gebäude der Elektrizitätsgesellschaft Shoreline sei niedergebrannt worden. Rauch steige an mehrere Stellen der Hauptstadt Nuku'alofa auf.

"Das sind richtige Unruhen", sagte ein Reporter im neuseeländischen Rundfunk. Zuvor hatten sich tausende Menschen in der Hauptstadt zu einer Kundgebung versammelt, um demokratische Reformen in dem fast feudalen Inselstaat zu fordern. Anlass der Kundgebung war die letzte Sitzung des Parlaments in diesem Jahr. Als dort aber keine Reformen beschlossen wurden, kam es zu den Ausschreitungen.

Beim Büro des Ministerpräsidenten, am Parlament, am Finanzministerium und am Gericht wurden die Fensterscheiben eingeworfen. Autos wurden umgestürzt und angezündet. Auch ein Supermarkt im Stadtzentrum, der Ministerpräsident Fred Sevele gehört und der von seiner Tochter geleitet wird, wurde gestürmt und geplündert. Die Polizei versuchte, die Ordnung wiederherstellen.

AP


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