Türkei Offenbar Mordanschlag auf Erdogan vereitelt


Der türkische Ministerpräsident Erdogan ist wahrscheinlich knapp einem Attentat entkommen. Sicherheitskräfte nahmen nach einer Rede des Regierungschefs einen Mann fest, der eine Schusswaffe in einem Laib Brot versteckt hatte.

Türkische Sicherheitskräfte haben am Montag möglicherweise einen Mordanschlag auf Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan verhindert. Staatsanwalt Mehmet Serif Eren sagte der Nachrichtenagentur Anatolia, ein Mann habe eine Schusswaffe in einem Laib Brot versteckt und sich dem Regierungschef genähert, der nach einer Rede in der Stadt Kutahya einen Bus besteigen wollte.

Die Hand des Mannes habe in dem Brot gesteckt und die Waffe gehalten, sagte Eren weiter. Sicherheitskräfte hätten den Mann festgenommen. Einer ersten Einschätzung zufolge habe der Verdächtige versucht, Erdogan zu töten. Ein mögliches Motiv wurde nicht genannt.

Möglicherweise Zusammenhang mit Kurdenkonflikt

Der Fernsehsender CNN Turk zeigte, wie der Verdächtige in einen Polizeiwagen gebracht wurde. Er rief: "Habt ihr die Nachrichten gehört? Gestern haben wir fünf Märtyrer verloren." Bei Gefechten mit kurdischen Rebellen waren am Sonntag fünf türkische Soldaten ums Leben gekommen.

Der Verdächtige stammt dem Bericht zufolge aus Mersin, einer Hafenstadt am Mittelmeer, in der es erst kürzlich wieder zu Zusammenstößen zwischen prokurdischen Demonstranten und türkischen Sicherheitskräften gekommen war. Die Staatsanwaltschaft erklärte, es werde geprüft, ob der Verdächtige Verbindungen zu Terrororganisationen habe.

AP AP

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