Ungarn Polizei ermittelt gegen Leichenfledderer


Die ungarische Polizei ermittelt einem Medienbericht zufolge gegen zwei Männer, die den Sarg des deutschen Milliardärs Friedrich Karl Flick gestohlen haben sollen. Wie die Agentur MTI unter Berufung auf die Polizei am Mittwoch meldete, wird ein 41-jähriger Anwalt verdächtigt, Drahtzieher der Aktion gewesen zu sein.

Die ungarische Polizei ermittelt einem Medienbericht zufolge gegen zwei Männer, die den Sarg des deutschen Milliardärs Friedrich Karl Flick gestohlen haben sollen. Wie die Agentur MTI unter Berufung auf die Polizei am Mittwoch meldete, wird ein 41-jähriger Anwalt verdächtigt, Drahtzieher der Aktion gewesen zu sein. Er bestreite dies jedoch. Ein zweiter Mann habe gestanden, dass er angeheuert worden sei, den Sarg in Österreich zu stehlen und nach Ungarn zu bringen. Nach drei weiteren Leuten werde gefahndet. Die Täter hätten sich bei der Familie Flick per E-Mail gemeldet und versucht, sechs Millionen Euro zu erpressen.

Der Sarg war kürzlich in Ungarn gefunden worden. Er war Mitte November 2008 aus einem Grabmal auf dem Friedhof von Velden in Kärnten gestohlen worden. Die Gruft war aufgebrochen worden. Die Witwe Ingrid Flick setzte eine Belohnung von 100.000 Euro aus, doch die Spur verlor sich. Die Behörden ermittelten wegen schwerer Sachbeschädigung und Störung der Totenruhe. Ein Sprecher der Klagenfurter Staatsanwaltschaft sagte allerdings, dass dieses Delikt nach zwölf Monaten verjährt sei.

Flick war im Herbst 2006 im Alter von 79 Jahren in seiner Villa am Kärntner Wörthersee gestorben. Er hatte die letzten Jahre seines Lebens in Österreich gelebt.

Reuters Reuters

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