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US-Wahl 2020 Joe Biden braucht noch einen Bundesstaat – aber Trump holt in Arizona auf

stern-Journalist Niels Kruse zu Trump und zur US-Wahl 2020
Sehen Sie im Video: Trump poltert, Biden wartet ab: Wie geht’s jetzt weiter? stern-Experte Kruse zur Zitterpartie in den USA.
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Wer kann die Wahl für sich entscheiden? In fünf US-Bundesstaaten bleibt es eng, mit Vorteilen für Joe Biden. Dennoch erklärt sich Trump vorzeitig zum Sieger. Die Entwicklungen zur US-Wahl im stern Liveblog.

Liebe Leserinnen, liebe Leser: Wir haben einen neuen Liveblog für Sie aufgesetzt, wo Sie die aktuellsten Entwicklungen und Meldungen zur US-Wahl 2020 verfolgen können. Den neuen Liveblog finden Sie unter diesem Link. An dieser Stelle werden wir die Berichterstattung nicht fortsetzen.

Die USA haben ihren neuen Präsidenten gewählt. Doch noch ist nicht klar, wer das Rennen gemacht hat. Viele Stimmen müssen noch ausgezählt werden. Gelingt Amtsinhaber Donald Trump nach vier Jahren die Wiederwahl? Oder macht Herausforderer Joe Biden von den Demokraten das Rennen? Aktuell führt Biden, und Trump geht juristisch gegen die Ergebnisse in einigen Bundesstaaten vor.

Lesen Sie hier eine Analyse zur Wahl:

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Live Blog

US-Wahl 2020 – der stern-Liveblog

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Liebe Leserinnen, liebe Leser: Wir haben einen neuen Liveblog für Sie aufgesetzt, wo Sie die aktuellsten Entwicklungen und Meldungen zur US-Wahl 2020 verfolgen können. Den neuen Liveblog finden Sie unter diesem Link. An dieser Stelle werden wir die Berichterstattung nicht fortsetzen.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Wie kommentiert die Presse im Ausland die US-Wahl? Eine internationale Presseschau können Sie hier lesen.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    An dieser Stelle daher noch einmal ein Lesetipp: Wer kann noch wie gewinnen? Zur Analyse geht es hier entlang.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Einige wenige, aber entscheidende US-Bundesstaaten werden noch ausgezählt – und das Rennen ist durchaus eng. Ein kurzer Überblick:

    - In Nevada (6 Wahlleute) hat Biden einen hauchdünnen Vorsprung von aktuell etwa 8000 Stimmen. Neue Zahlen soll es erst am Donnerstagabend deutscher Zeit geben, teilten die Wahlgremien mit.
    - In Pennsylvania (20) liegt Trump vorn, doch sein Vorsprung schmilzt: Aktuell trennen ihn von seinem Herausforderer weniger als 200.000 Stimmen. Der Abstand war wesentlich größer, allerdings werden noch Stimmen der mehrheitlich demokratisch wählenden Briefwähler gezählt.
    - Auch in North Carolina (15) könnte es eine knappe Kiste werden. Trump liegt hier mit knapp 80.000 Stimmen vorn. Es sind schon etwa 95 Prozent der Stimmen ausgezählt, allerdings könnte sich hier noch etwas verschieben: Der Bundesstaat nimmt bis zum 12. November Briefwahlunterlagen an, die bis zum Wahltag am Dienstag versendet worden sind.
    - In Arizona (11) liegt Joe Biden vorn, etwa der US-Sender Fox News hat den Demokraten bereits zum Sieger ausgerufen – beispielsweise im Gegensatz zur "New York Times" oder CNN. Bidens Vorsprung beträgt knapp 70.000 Stimmen. Trump holt derzeit auf.
    - Georgia (16) geht nach aktuellem Stand an Trump, doch Biden holt hier immer mehr auf – er liegt nur noch etwa 23.000 Stimmen hinter dem Amtsinhaber. Und auch hier steht vor allem noch die Zählung von Briefwahlstimmen aus.
    - Alaska (3) dürfte an Trump gehen. Der Staat wählt traditionell republikanisch, für eine Festlegung wäre es allerdings noch zu früh. Hier sind erst etwas mehr als die Hälfte der Stimmen ausgezählt. Aktuell liegt Trump mit 63 Prozent zu 33 Prozent vor Biden.

  • Rune Weichert
    • Rune Weichert

    Das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, hat sich spöttisch über die US-Präsidentschaftswahl geäußert. "Was für ein Spektakel!", schrieb Chamenei in der Nacht zum Donnerstag im Onlinedienst Twitter. Der amtierende Präsident Donald Trump spreche von der "betrügerischsten Wahl in der Geschichte der USA" und sein Herausforderer Joe Biden erkläre, Trump wolle die Wahl manipulieren. "So sehen Wahlen und die Demokratie in den USA aus", spottete Chamenei. Die USA und der Iran sind seit Jahrzehnten miteinander verfeindet. Unter Trump hat sich das Verhältnis noch einmal massiv verschlechtert.

    Der "Freedom House Index"bezeichnet den Iran selbst als "nicht frei" und bemängelt das Fehlen demokratischer Standards.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    ... und hier wird vor einem Wahlbüro in Detroit (Michigan) gegen die Fortsetzung der Auszählung protestiert:

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Sollte Donald Trump verlieren, wäre er der erste "One Term"-Präsident seit George H. W. Bush (1989 bis 1993) – also ein Präsident mit nur einer Amtszeit von vier Jahren. Zwar ist das Rennen um die aktuelle Präsidentschaft noch nicht entschieden, doch das Momentum liegt gerade eher beim Herausforderer. Wie würde Trump auf eine Niederlage reagieren? Der Journalist Daren McCaffrey teilte auf Twitter einen Clip von George H. W. Bush, als er seine Niederlage einräumte und seinem Bezwinger Bill Clinton von den US-Demokraten gratulierte. Bush, staatsmännisch: "Wir respektieren die Hoheit des demokratischen Systems (...) und Amerika muss immer zuerst kommen".

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Nicht nur in Arizona bauen sich Trump-Fans drohend vor den Wahlbehörden auf – hier zum Beispiel ein bewaffneter Anhänger des Präsidenten in North Vegas im Bundesstaat Nevada ...

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Die dramatische Hängepartie zehrt auch an den Berichterstattern: "Es ist so schwer, einen Gedankengang beizubehalten", stellt der übermüdete CNN-Moderator Don Lemon um 4 Uhr morgens Ortszeit mit einem Lachen fest, nachdem ihm kurzzeitig nicht mehr eingefallen war, was er gerade sagen wollte.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Das Rennen um die Präsidentschaft ist eng und noch offen. Beide Kandidaten sehen sich auf dem Weg zum Sieg. Wer kann noch wie gewinnen? Lesen Sie hier eine Analyse.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Fun-Fact am Rande: Trump-Fans haben sich in der Nacht in Phoenix, Arizona versammelt und "Fox News ist Scheiße!" skandiert. Der Sender ist eigentlich Trumps Propagandakanal, hatte aber sehr zum Unmut des Präsidenten den Bundesstaat gestern voreilig Joe Biden zugeschlagen.

  • Florian Schillat
    • Florian Schillat

    Interessantes Rechenbeispiel beim US-Sender CNN: Trotz Bidens schmelzenden Vorsprungs in Arizona könne sich der Amtsinhaber hier eine Niederlage leisten – vorausgesetzt, der Präsident behält mindestens die Nase in einigen Bundesstaaten vorn und dreht einen Trend. Die Rechnung: Siege Trump in Pennsylvania (20 Wahlleute), North Carolina (15) und Georgia (16) – dort liegt Trump aktuell vorn –, müsse er noch den Trend in Nevada (6) drehen. Dort hat aktuell noch Biden einen hauchdünnen Vorsprung. Insgesamt hätte Trump dann die 270 Wahlleute zusammen, die zum Sieg nötig wären. Allerdings müsse dafür viel zugunsten des Präsidenten zusammenfallen, so CNN. Das Rennen ist eng, es werden noch zahlreiche (Brief-)Wahlstimmen ausgezählt. Und das Momentum liegt gerade eher beim Herausforderer.

  • Marc Drewello
    • Marc Drewello

    Der Sender CBS News meldet aufgeheizte Stimmung bei Demonstrationen nach der Wahl in zahlreichen US-Städten.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    In Maricopa County, dem größten Bezirk in Arizona, schrumpft der Vorsprung von Joe Biden auf nur noch knapp über 10.000 Stimmen. Der Trend ist im Wüstenstaat plötzlich Trumps Freund. Die Spannung steigt.

  • Tim Sohr
    • Tim Sohr

    Einen Tag nach der Präsidentenwahl haben die USA erstmals seit Beginn der Pandemie mehr als 100.000 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Am Mittwoch gab es 102.831 bekannte Neuinfektionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Donnerstagmorgen MEZ hervorging. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 99.000 Ansteckungen gemeldet wurden. Die Zahl der Toten binnen einen 24 Stunden blieb relativ stabil bei 1097.


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