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Zeitzeuge Daniel Hanoch "Auschwitz war eine gute Schule" – Holocaust-Überlebender gibt bewegendes Interview



Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau im heutigen Polen:


Hier werden während der Zeit des Nationalsozialismus etwa 1,1 Millionen Menschen ermordet.


Daniel Hanoch ist Holocaust-Überlebender.


Im Interview spricht der 86-Jährige über seine Zeit im Vernichtungslager der Nazis.


"Ich meine, was in Auschwitz passierte, ist unbeschreiblich. Es war hart. Wir gingen zu den Zügen, dort versuchten Leute über den Stacheldraht zu springen und wurden getötet. Aber das ist der Punkt, du konntest jederzeit getötet werden, auch wenn du nichts getan hast."


Eine Zeit, die Daniel Hanoch prägt – jedoch anders als man es erwarten würde.


"Es beeinflusst mich nicht, ich habe keine Albträume und schreie nicht. Nach Auschwitz kann dich nichts aus der Ruhe bringen."


"Es war wie eine Akademie, ein Studium und ich denke, dass es eine gute Schule war. Ich frage mich manchmal, wie ich ohne Auschwitz leben könnte. Es hat mein Leben stark beeinflusst, mir den richtigen Weg gezeigt, nichts auszulassen und das zu tun, was ich tun will."


Trotzdem sieht der 86-Jährige der Zukunft mit negativen Gefühlen entgegen.


"Ich denke nicht zu lange nach, weil ich der Zivilisation nicht traue. Die Zivilisation steht vor einer Katastrophe. Leute ruinieren die Welt, und das war‘s. Du kannst nicht viel ändern."
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Daniel Hanoch ist Holocaust-Überlebender. Im Interview spricht der 86-Jährige über seine Zeit im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau im heutigen Polen. Dabei erklärt er, wie das Erlebte sein Leben geprägt hat.

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