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Besuch in Bayern Wulff will mehr Zuwanderung


Christian Wulff hat erstmals als Bundespräsident Bayern besucht. Im bayerischen Landtag appellierte Wullf an die Weltoffenheit des Freistaates und betonte, dass nur Zuwanderung den Arbeitskräftemangel ausgleichen könne.

Bundespräsident Christian Wulff hat bei seinem Antrittsbesuch in Bayern für Offenheit gegenüber Migranten geworben. "Wir brauchen Zuwanderung", sagte Wulff am Dienstag im bayerischen Landtag. Er warnte angesichts des demografischen Wandels vor einem "Riesenmangel" an Arbeitskräften, wenn nicht gegengesteuert werde. Dazu seien - neben der Qualifikation von Arbeitslosen und Älteren - auch Einwanderer nötig: "Wir brauchen Migranten." Und ganz allgemein appellierte Wulff an die Abgeordneten: "Lassen Sie uns ein wenig weltoffener werden."

Wulff nannte den Freistaat ein stolzes und selbstbewusstes Land, fügte jedoch hinzu: "Bayern ist auf dem richtigen Weg, muss aber wie alle anderen auch besser werden." Als Beispiel nannte das Staatsoberhaupt die Bildungschancen, die im Freistaat stärker vom sozialen Status der Eltern abhängen als in vielen anderen Ländern. Das sei "nicht zu akzeptieren", sagte Wulff. Für seine Sätze zu Einwanderern und Bildung erntete der frühere CDU-Ministerpräsident mehrfach Beifall der Opposition, während in den Reihen der CSU verhalten oder gar nicht geklatscht wurde.

DPA DPA

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