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Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) hat, offiziell, drei Wurzeln: die christlich-soziale, die liberale und die wertkonservative. Ihr wichtigster Politiker war Konrad Adenauer, der n...

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Kanzler Merz (r.) und Vizekanzler Klingbeil

Ökonomen bezweifeln Reformwillen der Regierung - CSU sieht zeitlichen Puffer

Führende Ökonomen haben die Reformbereitschaft der Bundesregierung infrage gestellt. "Als Realist fehlt mir die Fantasie", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher der "Welt am Sonntag" mit Blick auf die Umsetzung wichtiger Reformen. Der Vizepräsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Oliver Holtemöller, führt das Zögern auf den nach wie vor robusten Arbeitsmarkt zurück. Nach Ansicht der CSU sollte sich die Koalition für die großen Sozial- und Steuerreformen notfalls mehr Zeit nehmen.
Sachsen-anhaltischer AfD-Spitzenkandidat Siegmund

Länder-Innenminister warnen vor AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt

Vor dem Hintergrund starker Umfragewerte der AfD in Sachsen-Anhalt fordern mehrere Innenminister Vorkehrungen für den Fall einer Regierungsbeteiligung der Partei. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) dringt nach einem Bericht des "Handelsblatts" vom Samstag darauf, das Thema bei der Innenministerkonferenz Mitte Juni in Hamburg auf die Tagesordnung zu setzen. Man müsse "dringend darüber beraten, welche Risiken eine mögliche Regierungsübernahme der AfD in Sachsen-Anhalt für die Sicherheitsarchitektur in Deutschland hat und wie wir dem entgegenwirken können", sagte Maier der Zeitung. 

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) hat, offiziell, drei Wurzeln: die christlich-soziale, die liberale und die wertkonservative. Ihr wichtigster Politiker war Konrad Adenauer, der nach der ersten Bundestagswahl 1949 mit einer Stimme Mehrheit zum ersten Kanzler gewählt wurde. Er integrierte das Land fest in den westlichen Bündnissen. Mit Kanzler Helmut Kohl stellte sie den bisherigen Rekordhalter, er hielt es 16 Jahre im Amt aus und trug maßgeblich zur deutschen Wiedervereinigung bei. Seit 2005 sitzt Angela Merkel im Kanzleramt, eine Frau, die ganz untypisch für die Partei ist: ostdeutsch, kinderlos, geschieden. Sie pflegt, im Gegensatz zu ihren Vorgängern, einen sehr pragmatischen Politikstil.